Oft Unkenntnis bei pflegenden Angehörigen

(06.03.18) Nicht alle pflegende Angehörige wissen, welche Unterstützungsleistungen ihnen von der gesetzlichen Pflegekasse zustehen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) hervor. Befragt wurden 900 Pflegende im Alter von 40 bis 85 Jahren.

Laut ZQP wussten 90 Prozent der Befragten etwas von der letzten Pflegereform. Allerdings wurden die dadurch entstandenen neuen Leistungen nur bedingt von ihnen wahrgenommen. So nahmen 70 Prozent der Pflegebedürftigen zum Zeitpunkt der Befragung nicht den einheitlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat in Anspruch. Dabei steht dieser Pflegebedürftige aller Pflegegrade zu, die zu Hause versorgt werden.

Die Analyse des ZQP zeigt, dass ein Viertel der Befragten, die bereits vor 2017 gepflegt haben, seit den Reformen mehr Angebote wie Alltagsbegleitungen nutzen. 21 Prozent dieser Gruppe sagen, sie können nun mehr Auszeiten von der Pflege nehmen. Ebenfalls 26 Prozent dieser Befragten erleben positive Veränderungen bei der Möglichkeit, Auszeiten von der Pflege nehmen zu können.

Pflegeberatung noch ausbaufähig

Nur 42 Prozent der Befragten haben eine Pflegeberatung in Anspruch genommen und lediglich acht Prozent einen kostenlosen Pflegekurs besucht. Für die AOK ist die individuelle Pflegeberatung schon lange ein wichtiges Thema. Seit knapp 20 Jahren erhalten ihre Versicherten und deren Angehörige kostenfrei alle wichtigen Informationen zum Thema Pflege. Die knapp 620 Pflegeberater der AOK beraten in den AOK-Geschäftsstellen und den rund 140 Pflegestützpunkten.

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