Entbürokratisierung: Verantwortung an Verbände übergeben

(25.09.17) Künftig übernehmen die Trägerverbände der Pflege die Verantwortung für das Entbürokratisierungsprojekt "Ein-Step". Das hat die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Ingrid Fischbach jetzt mitgeteilt. Mit "Ein-Step" wurde bundesweit in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eine vereinfachte Pflegedokumentation eingeführt.

Das neue Dokumentationsmodell zieht darauf ab, die Arbeitszufriedenheit und Motivation von Pflegekräften zu steigern und mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen zu schaffen. "Damit wird die häufig von Pflegekräften in der Altenpflege beklagte Belastung mit Bürokratie auf ein vernünftiges Maß verringert", sagte Fischbach. Deutschlandweit nimmt bereits knapp jede zweite Pflegeeinrichtung an dem Projekt teil (Stand August 2017: insgesamt 11.550 Einrichtungen in allen Bundesländern).

"Zwar endet das Projekt der Pflegebevollmächtigten am 31. Oktober 2017, die konsequente Weiterführung der Entbürokratisierung durch die Trägerverbände werde ich jedoch auch darüber hinaus weiter politisch unterstützen", so Fischbach. Sie appellierte an die Trägerverbände, die Umstellung auf die vereinfachten Pflegedokumentationen in den einzelnen Einrichtungen konsequent voranzutreiben.

Nach einem erfolgreichen Praxistest wird seit März 2017 die Pflegedokumentation auch in der Tages- und Kurzzeitpflege flächendeckend entbürokratisiert.

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