Basisfallwerte

Seit dem 1. Januar 2003 konnten Krankenhäuser auf das DRG-Fallpauschalensystem umsteigen. Die Vertragsparteien vereinbarten im Zuge der Budgetverhandlungen zunächst krankenhausindividuelle Preise, sogenannte Basisfallwerte. Der Basisfallwert ergab multipliziert mit dem Kostenrelativgewicht des Fallpauschalenkatalogs den Erlös des Krankenhauses für die einzelne Leistung.

Ab 2005 erfolgte im Rahmen der Konvergenzphase die schrittweise Annäherung der krankenhausindividuellen Basisfallwerte an den jeweiligen landesweiten Basisfallwert. Dieser Landesbasisfallwert gilt ab dem 1. Januar 2012 als landesweites Preisniveau für die DRG-Leistungen.

Vereinbarte Basisfallwerte

Der krankenhausindividuelle Basisfallwert des einzelnen Krankenhauses reflektiert das "historische" Kostenniveau des Krankenhauses. Nähere Erläuterungen sind im folgenden Dokument zu finden.

Vereinbarte Basisfallwerte
Liste wird nicht mehr aktualisiert. Ab dem Jahr 2009 ist der jeweilige Landesbasisfallwert maßgeblich.
Quelle: AOK-Bundesverband

Zahl-Basisfallwerte

In der Übersicht sind Basisfallwerte deutscher Krankenhäuser aufgelistet. Es handelt sich um die für die Abrechnung von Krankenhausleistungen maßgeblichen Zahlbeträge, die nach Gültigkeitsdatum und Krankenhaus differenziert sind. Aufgrund von Erlösausgleichen weichen die Zahlbeträge von den vereinbarten Basisfallwerten ab. Nähere Erläuterungen sind dem folgenden Dokument zu entnehmen.

Zahl-Basisfallwerte
Liste wird regelmäßig aktualisiert.
Quelle: AOK-Bundesverband

Z-Bax: DRG-Preisindex des WIdO

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) veröffentlicht regelmäßig einen Preisindex für DRG-Fallpauschalen, den Preisindex der Zahl-Basisfallwerte (Z-Bax). Der Z-Bax gibt an, welcher Zahlbetrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zum betreffenden Zeitpunkt im Mittel pro DRG-Krankenhausfall tatsächlich geleistet wurde. Dieser Eurobetrag repräsentiert das Preisniveau für DRG-Leistungen und ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Erlössituation der Krankenhäuser beziehungsweise Krankenhausausgaben in der GKV.

Hintergrund

Der Basisfallwert ist im DRG-System der "Preis" für den Basisfall, dass heißt für den Fall, der mit einer Bewertungsrelation (Kostenrelativgewicht) von 1 bewertet wird. Das Krankenhausentgeltgesetz sah bis Anfang 2010 zwei Arten von Basisfallwerten vor: den krankenhausindividuellen Basisfallwert und den landesweiten Basisfallwert.

Der krankenhausindividuelle Basisfallwert resultierte aus dem DRG-Budget des einzelnen Krankenhauses dividiert durch den krankenhausindividuellen Case-Mix (Leistungsvolumen). Er ist damit ein Indikator für die Wirtschaftlichkeit des einzelnen Krankenhauses. Ein überdurchschnittlich hoher Basisfallwert deutete darauf hin, dass das Krankenhaus für die erbrachten Leistungen ein höheres Budget benötigte als im Landesdurchschnitt notwendig war.

Der krankenhausindividuelle Basisfallwert wurde während der Konvergenzphase des Krankenhausentgeltgesetzes (KHEntgG) von 2005 bis 2009 auf den landesweiten Basisfallwert (Landesbasisfallwert) angepasst. Dieser wurde erstmals im Jahr 2005 offiziell für jedes Bundesland vereinbart.