Budgetvereinbarung DSO

Der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Bundesärztekammer vereinbaren mit der DSO jährlich ein Budget, das die gesetzlichen Krankenkassen der Koordinierungsstelle zur Verfügung stellen. Darin enthalten sind die DSO-Organisationspauschale, die Aufwandserstattung für Entnahmekrankenhäuser, die Flugpauschale für den eigenständigen Transport des zu transplantierenden Organs, die Pauschale für die Bestellung der Transplantationsbeauftragten und die Pauschale für den Einsatz des Organ Care Systems (OCS™).

DSO-Budget 2016
Stand: 16.12.15

Vereinbarung über die dritte Fortschreibung der Durchführungsbestimmungen zur Aufwendungserstattung nach § 8 Absatz 2 des Vertrages nach § 11 Absatz 1 TPG für das Jahr 2013
Stand: 29.07.13

Organisationspauschale

Die Organisationspauschale refinanziert die Aufwände der DSO-Zentrale und ihrer Regionaldirektionen für die Koordination der postmortalen Organspende bis zur Transplantation. Sie beinhaltet auch die Kosten für die Hirntoddiagnostik.

Aufwandserstattung der Spenderkrankenhäuser (Entnahmekliniken)

Die Vergütungspauschalen basieren seit 2012 auf den Berechnungen des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK). Die Pauschalen decken Aufwände, die den Kliniken unmittelbar nach der Feststellung des Hirntods (Todeszeitpunkt) bis zum Abschluss der Organentnahme im Operationssaal entstehen. Die DSO vergütet die Leistungen der Entnahmekliniken auf Basis dieser Pauschalen. Dabei werden nicht nur erfolgreiche Organspenden, sondern auch Organspendeversuche finanziert. Folgende Pauschalen sind im Rahmen der Organentnahme vorgesehen:

1. Pauschale für Leistungen im Rahmen der Organentnahme bis

  • zur Ablehnung durch Angehörige beziehungsweise die Staatsanwaltschaft
  • zum Abbruch des Organspendeprozesses während der Aufrechterhaltung der Homöostase auf der Intensivstation nach erfolgter Zustimmung
  • zum Abbruch eines Organspendeprozesses im Operationssaal

2. Pauschale für die Organentnahme (Einorganentnahme)
3. Pauschale für die Organentnahme (Mehrorganentnahme).

Refinanzierung der Transplantationsbeauftragten

Ein weiteres gesondertes Budget ist für die Refinanzierung der Transplantationsbeauftragten vorgesehen. Sie koordinieren die Organspende in den Entnahmekliniken.

Ergänzungsvereinbarung zur Finanzierung der Transplantationsbeauftragten
Stand: 29.07.13

Pauschale für den Einsatz des OCS™

Die Finanzierung des Organ Care Systems (OCS™) erfolgt über eine Pauschalvergütung. Die Höhe ist in der entsprechenden Vereinbarung zur Finanzierung des OCS™-Programms geregelt. Die am Programm beteiligten Herztransplantationszentren erhalten für jeden erfolgten OCS™-Einsatz von der DSO eine Pauschale in Höhe von 35.105 Euro. Die DSO ihrerseits bekommt für jedes transplantierte Herz, das mit OCS™ transportiert wurde, von der Krankenkasse des Organempfängers eine höhere Pauschale von 43.881 Euro. Der Differenzbetrag dient zur finanziellen Absicherung vergeblicher Einsätze. Denn in rund 20 Prozent der Organspende stellt sich nach der Entnahme heraus, dass das Herz entgegen den ersten Befunden doch nicht für eine Transplantation geeignet ist. Diese Einsätze werden von der DSO zwar gesondert vergütet, können aber nicht mit einer konkreten Empfängerkasse abgerechnet werden, weil das Organ keinem Empfänger zugeteilt und implantiert wurde.

Vereinbarung über die kontrollierte Einführung des Organ Care Systems für Herzen (OCS™)

Finanzierung des OCS™-Programms
Ergänzungsvereinbarung zur sechsten Fortschreibung der Durchführungsbestimmung zum Aufwendungsersatz nach § 8 Abs. 1 des Vertrags nach § 11 TPG für das Jahr 2013; Stand: 29.07.13

Prospektives, multizentrisches, deutsches Register für die klinische Evaluierung des Transmedics® Organ Care System (OCS™) für Herztransplantationen
Protokoll


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