Krankenhausnavigator informiert über Teilnahme von Kliniken am Endoprothesenregister

Arzt berät zum Gelenkersatz

(09.02.16) Der Krankenhausnavigator der AOK informiert jetzt auch darüber, ob sich eine Klinik aktiv am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) beteiligt und OP-Daten an das Register meldet. "Wir machen damit transparent, welche Häuser sich besonders für Behandlungsqualität und Patientensicherheit engagieren", sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Die EPRD-Beteiligung ist vor allem für Patienten relevant, die vor einer planbaren Operation zur Implantation eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenkes stehen. Nach der vom EPRD erstmals veröffentlichten Liste der aktiv teilnehmenden Kliniken liefern inzwischen 100 von 684 registrierten Häusern regelmäßig Daten. Im Krankenhausnavigator wird das EPRD-Logo ab sofort bei allen Kliniken angezeigt, die regelmäßig Daten an das Register liefern. Dokumentiert sind inzwischen knapp 220.000 Operationen. 2015 wurden nach EPRD-Angaben mehr als 140.000 und damit bereits ein Drittel der in Deutschland erfolgten Hüft- und Kniegelenksoperationen erfasst.

Der AOK-Bundesverband unterstützt das EPRD seit dem Start. Neben allen AOKs beteiligen sich auch die sechs Ersatzkassen am Register. Die Teilnahme für Patienten und Krankenhäuser ist freiwillig. Die Zahl der 684 registrierten Kliniken entspricht der Hälfte der in Frage kommenden Einrichtungen. Ziel ist es, durch das systematische Übermitten und Erfassen von Informationen zu Implantaten die Versorgung der Patienten zu verbessern. Litsch: "Das EPRD soll helfen, die Qualität der eingebauten Prothesen langfristig zu beurteilen, das Ergebnis der medizinischen Behandlung zu sichern und die Zahl der Wechseloperationen zu verringern."

Mindestmengen-Infos für sieben Leistungsbereiche

In der aktuellen Pressemitteilung zur Erweiterung des Krankenhausnavigators (8. Februar 2016) weist der AOK-Bundesverband zudem auf die Informationen über das Einhalten von Mindestmengen hin. Sie werden inzwischen für sieben Leistungsbereiche angezeigt, für die der Gemeinsame Bundesausschuss eine entsprechende Regelung vorgegeben hat. Es handelt sich um Transplantationen von Leber und Niere, komplexe Eingriffe an Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse, Stammzelltransplantationen, herzchirurgische Eingriffe und die Versorgung von Frühchen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.250 Gramm. Die Informationen zur Einhaltung der Mindestmengen stammen aus den jährlichen Qualitätsberichten der Krankenhäuser. 

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