DRG und PEPP: Personalkosten werden stärker gewichtet

Foto: Visiten-Team im Krankenhaus

(06.10.16) Personalkosten gewinnen künftig bei der Krankenhauskalkulation an Bedeutung; die gesamte Kalkulation soll repräsentativer werden. Nachdem der Gesetzgeber diese Vorgaben im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) verankert hatte, einigten sich  der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) über das Nähere zur Vorgehensweise.

Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung des DRG-Systems ist die bessere Erfassung von Schweregraden bei der Krankenhausbehandlung. Dafür hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) auf nochmals erweiterter Datenbasis sämtliche zur Verfügung stehende Merkmale überprüft. In die Überarbeitung des DRG-Kataloges flossen zudem wesentliche Umsetzungsvorgaben aus dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) ein. Fast eine Milliarde Euro sind im jetzt verabschiedeten DRG-Katalog durch die Abwertung von Sachkostenanteilen und durch die Absenkung einzelner Fallpauschalen auf die Personalkosten umgewichtet worden. Darüber hinaus haben sich die Selbstverwaltungspartner auf ein Konzept zur Erhöhung der Repräsentativität der Kalkulation verständigt und vereinbart, wie Mengensteigerungen bei den Verhandlungen zwischen einzelnen Krankenhäusern und Krankenkassen berücksichtigt werden (Fixkostendegressionsabschlag). „Die Finanzierung abrechenbarer Leistungen über Fallpauschalen wird auch in 2017 auf Basis neuer Kalkulationen sachgerecht gelingen“, sagte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. „Die Umverteilung von Sachkosten hin zu Personalkosten ist ein richtiger Schritt hin zu mehr Vergütungsgerechtigkeit.“ Der DRG-Katalog bildet seit 2004 die verbindliche Abrechnungsgrundlage für über 18 Millionen stationäre Fälle. Den PEPP-Katalog können die Kliniken seit 2013 zur Abrechnung verwenden.