Vertrauliche Geburt künftig zulässig

Seit Mai 2014 an gibt es in Deutschland die Möglichkeit der "vertraulichen Geburt". Ärzte und Hebammen können anstelle des Namens ein Pseudonym in die Akten eintragen. Sie müssen nur Geburtsdatum und Geburtsort des Kindes melden. Der Bund übernimmt die Kosten, die im Zusammenhang mit der Geburt sowie der Vor- und Nachsorge entstehen und in anderen Fällen üblicherweise von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden.

Der Name der Mutter, Geburtsdatum und Anschrift werden in einem mit dem Pseudonym gekennzeichneten versiegelten Umschlag beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufbewahrt. Im Alter von 16 Jahren können Kinder den Umschlag einsehen. Die leibliche Mutter soll dies nur in besonderen Härtefällen mit Zustimmung eines Familiengerichts verhindern können. Diese Regelungen über die "vertrauliche Geburt" ist mit dem "Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt" im Schwangerschaftskonfliktgesetz verankert. Das Gesetz enthält auch alle daraus folgenden Änderungen im Staatsangehörigkeits-, Melde-, Personenstands-, Familiengerichts- und Sorgerecht (BGB Paragraf 1674a).

Die Neuregelungen ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Das Bundesfamilienministerium hat weiterführende Informationen zum Gesetz und ein Internetangebot bereitgestellt.

Informationsbroschüre zur vertraulichen Geburt
Quelle: Bundesfamilienministerium

Mehrsprachiger Flyer zur vertraulichen Geburt
Quelle: Bundesfamilienministerium