Schulen bilden mehr Hebammen aus

(28.05.18) Derzeit werden 2.486 Auszubildende und 310 Studierende zur Hebamme ausgebildet. Darauf hat der Deutsche Hebammenverband (DHV) hingewiesen. Der DHV bezieht sich bei seinen Angaben auf eine eigene Umfrage an Schulen und Hochschulen in Deutschland.

Wie der Hebammenverband weiterhin mitteilte, sollen beide Wege in den Beruf weiter ausgebaut werden. Bis Ende des Jahres 2018 stünden dann 3.055 Ausbildungsplätze und 400 Studienplätze zur Verfügung. Zukünftig könnten dann jährlich etwa 1.000 Hebammen ihre dreijährige Ausbildung abschließen. Die Schulen reagieren damit auf den steigenden Bedarf an Hebammenhilfe, so der DHV.

Hebammenausbildung nur noch akademisch?

Geplant ist allerdings, dass die Hebammenausbildung ab dem Jahr 2020 nur noch an Hochschulen stattfindet. Hintergrund ist die Richtlinie EU-RL 2013/55EU der Europäischen Union. Sie soll die Berufsqualifikation in Gesundheitsberufen in Europa vereinheitlichen. Diesem Ziel hat sich auch die derzeitige Bundesregierung verpflichtet, jedoch ohne konkreten Zeitplan. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: "Wir werden die Hebammenausbildung nach den EU-Vorgaben als akademischen Beruf umsetzen."

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