Koronare Herzkrankheit: IQWiG empfiehlt Überarbeitung des DMP

(09.04.08) Bei fast allen Versorgungsaspekten des Disease Management Programms (DMP) zur koronaren Herzkrankheit (KHK) besteht Aktualisierungsbedarf. Das geht aus dem Abschlussbericht zur Überarbeitung der evidenzbasierten Leitlinien zur KHK des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hervor. Das Institut empfiehlt, "Monitoring und Follow-up" sowie "spezielle Formen der Angina Pectoris" mit in das DMP aufzunehmen.

Die bereits dritte Update-Recherche der Leitlinien zeigt zwar, dass keiner der bisherigen Gliederungspunkte der DMP-Richtlinie veraltet ist, jedoch der Aspekt "Schulungen" nur unzureichend berücksichtigt wird. Mit einer Ausnahme sei in den neueren Leitlinien hierzu nichts zu finden, so der Bericht.

Betroffene nehmen selten an Herzsportgruppen teil

Das IQWiG macht darauf aufmerksam, dass nationale und internationale Leitlinien seit langem auf die Bedeutung von regelmäßiger Bewegung hinweisen. In Deutschland nehmen allerdings nur rund zwei Prozent der Betroffenen an Herzsportgruppen teil. "Das könnte auch daran liegen, dass es zu wenige Angebote gibt", mutmaßen die externen Sachverständigen des Instituts.

Die Zahlen der in die IQWiG-Berichte einbezogenen Leitlinien und die ausgewerteten Empfehlungen haben sich seit 2003 mehr als verdoppelt - auf inzwischen 44 Leitlinien mit rund 1.959 Empfehlungen. Gleichzeitig habe sich aber auch die Qualität der Leitlinien verbessert, sodass diese auch für das IQWiG besser nutzbar seien.

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