Newsletter Versorgungsmanagement

Informationen zu den Versorgungsverträgen der AOK PLUS in Sachsen

Erste Ergebnisse beim Screening auf Gestationsdiabetes

Die AOK PLUS bietet ihren schwangeren Versicherten nun schon seit über anderthalb Jahren in Sachsen und seit fast einem Jahr in Thüringen ein kostenloses Screening auf Gestationsdiabetes an. Durch die finanzielle Übernahme des sonst als IGEL angebotenen Tests, soll dieser Diabetes möglichst frühzeitig bei den Betroffenen erkannt werden. Eine rechzeitig eingeleitete Behandlung kann eine normale Entwicklung des Embryos gewährleisten und die Mutter vor den Folgen der Erkrankung schützen.

Durch eine Evaluation dieses Versorgungsangebotes sollen außerdem Daten für den Gemeinsamen Bundesausschuss generiert werden, die als Basis für eine erneute Bewertung und mögliche Aufnahme des Screening als Kassenleistung in die Mutterschaftsrichtlinie dienen. Für die Region Sachsen liegen nun die ersten Evaluationsergebnisse vor. Diese zeigen, dass Gestationsdiabetes bis zu zehnmal häufiger vorkommt, als es in der Perinatalerhebung erfasst ist. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Gynäkologen diesen Test anbieten. In Sachsen liegt die Teilnehmerquote bisher nur bei 57 Prozent. Dabei ist die Durchführung einfach gestaltet. Die Leistung kann durch Gynäkologen sowohl in Sachsen als auch in Thüringen auf KV-Karte erbracht werden. Auf ein aufwändiges Einschreibeverfahren von Arzt und Patientin wurde verzichtet.

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Verordnungseinschränkung bei Harn- und Blutzuckerteststreifen

Harn- und Blutzuckerteststreifen können künftig nur noch für Typ 2-Diabetiker, die mit Insulin behandelt werden, verordnet werden. Eine entsprechende Entscheidung traf der Gemeinsame Bundesausschuss im März 2011. Sie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit nicht beanstandet und tritt zu Beginn des übernächsten Quartals nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger, am 1. Oktober 2011, in Kraft. Bitte beachten Sie, dass diese neue Regelung auch für Patienten zutrifft, die am Disease-Management-Programm Diabetes mellitus Typ 2 teilnehmen.

Nur bei Vorliegen einer instabilen Stoffwechsellage kann der behandelnde Arzt eine begrenzte Anzahl an Teststreifen verordnen. Eine solche instabile Stoffwechsellage kann bei interkurrenten Erkrankungen und Ersteinstellung oder Therapieumstellung bei oralen Antidiabetika mit hohem Hypoglykämierisiko gegeben sein. In diesen Fällen ist die instabile Stoffwechsellage jedoch kein Dauerzustand, sodass die Verordnung auf maximal 50 Teststreifen pro Behandlungssituation beschränkt werden kann. Diese Ausnahme wird im Beschluss berücksichtigt.

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Herzkranke bei der AOK PLUS bestens versorgt

Der aktuelle Evaluationsberichte zum Disease-Management-Programm Koronare Herzkrankheit (DMP KHK) in Sachsen fällt erneut positiv aus. Ergebnisse dabei sind, dass sich mit Teilnahme an diesem Behandlungsprogramm nicht nur die medizinischen Werte herzkranker Patienten verbessern, sondern auch die Lebensqualität.

Grundlage der Aussage sind die von drei unabhängigen Forschungsinstituten ausgewerteten Daten von 73.762 sächsischen Programm-Teilnehmern aus den Jahren 2005 bis 2009.

Besonders deutlich wird: Je länger die Patienten am Programm teilnehmen, desto weniger Folgeerkrankungen und Schmerzsymptome treten auf und Blutdruckwerte bessern sich tendenziell. Damit wurde erneut bestätigt, dass auch das DMP KHK in Sachsen wirkt. Für die AOK PLUS ist diese Erkenntnis sehr wichtig, da so das Programm weiter entwickelt und verbessert werden kann.

Die Fakten:

  • Der Anteil der Hypertoniker unter den teilnehmenden Versicherten sank im Berichtszeitraum von durchschnittlich 45 auf 38 %.
  • Festzustellen ist auch der Rückgang eines neu auftretenden akuten Koronarsyndroms von durchschnittlich 2,8 % im Einschreibejahr auf durchschnittlich 1,4 % in weiteren Teilnahmejahren.
  • Der Anteil der Patienten ohne Herzschmerzen (Angina pectoris) stieg von 50 auf  knapp 73 %.
  • Von den 2005 teilnehmenden Versicherten waren etwas mehr als 7 % Raucher, im letzten Berichtszeitraum waren es noch knapp 5 %.
  • Auch der Blutdruck der DMP-Teilnehmer hat sich im Berichtszeitraum tendenziell leicht verbessert. Der obere (systolische) Wert sank von durchschnittlich 136 auf knapp 133 und der untere (diastolische) Wert von 80 auf 78 mmHg.
  • Ärzte verordneten bei knapp 74 % der Teilnehmer sogenannte Beta-Blocker, die Herzpatienten nachweislich helfen.

Die Berichte im Detail sind im Gesundheitspartner-Portal der AOK PLUS nachlesbar.

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DMP: Wichtiger Hinweis zur Verwendung von DMP-Teilnahme-/Einwilligungserklärungen (TE/EWE)

Seit Juli 2008 werden in den DMP TE/EWEs verwendet, bei denen nur noch eine Versichertenunterschrift erforderlich und bei dem Versicherten-Durchschlag eine Patienteninformation als Anlage enthalten ist. Obwohl diese Formulare seitdem offiziell verwendet werden sollen, wurden in der Vergangenheit immer noch ältere TE/EWEs für die Einschreibung der Versicherten benutzt.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass ab 1. Juli 2011 die Erfassung der TE/EWEs auf maschinelle Beleglesung umgestellt wird. Ab diesem Zeitpunkt können TE/EWEs mit einem Druckdatum vor 2008 nicht mehr akzeptiert werden, da eine weitere Bearbeitung der Formulare unmöglich ist. Vernichten Sie bitte Ihre Altbestände und nutzen Sie ausschließlich TE/EWE-Formulare mit einem Druckdatum ab Juli 2008.

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DMP: Verfristungstermine 2011

DMP-Dokumentationen, die bis zu folgenden Terminen im Jahr 2011 vollständig und plausibel in der Datenstelle vorliegen, werden an die AOK PLUS übermittelt:

zum 22.08.2011:

  • Erstdokumentationen aus dem 1. Quartal 2011
  • Folgedokumentationen aus dem 2. Quartal 2011

zum 22.11.2011:

  • Erstdokumentationen aus dem 2. Quartal 2011
  • Folgedokumentationen aus dem 3. Quartal 2011

Die aktuellen Verfristungstermine finden Sie auch im Internet.

Hinweis:
Im Rahmen des DMP sollten an die Datenstelle ausschließlich Teilnehme-/Einwilligungserklärungen und Dokumentationsdaten versandt werden. Alle übrigen Informationen und Formulare (z. B. Information über Sterbefall, Kündigung DMP) senden Sie bitte nur direkt an die AOK PLUS.

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Diabetisches Fußsyndrom: Versorgungsverbund unumgänglich

Seit 1. Januar 2011 ist der Strukturvertrag "Zur Versorgung der Versicherten mit Diabetischem Fußsyndrom im Freistaat Sachsen" (DFS Sachsen) in Kraft. Zahlreiche Hausärzte und Diabetologische Fußambulanzen haben sich bereits zu einer Teilnahme an diesem Vertrag entschlossen.

AOK-Versicherte mit einem "auffälligen Fußstatus" (angiopathische und/oder neuropathische und/oder ostoarthropatische Auffälligkeiten und/oder prä- oder postulcerösen sowie ulcerative Veränderungen klassifiziert nach dem Schweregrad durch Wagner/Armstrong) können von den als Hausarzt tätigen Vertragsärzten in das Programm eingeschrieben werden. Wichtig dabei ist, dass der Versicherte bei seiner Einschreibung sowohl seinen betreuenden Hausarzt als auch eine Diabetologische Fußambulanz wählt. Nur wenn auch dieser patientenbezogene Versorgungsverbund auf der ansonsten korrekt ausgefüllten Teilnahme- und Einwilligungserklärung (TE/EWE) verzeichnet ist, kann eine gültige Einschreibung des Versicherten erfolgen.

Die bisher teilnehmenden Vertragsärzte finden Sie im Gesundheitspartnerportal der AOK PLUS.

Sollten auch Sie an diesem Vertrag teilnehmen wollen, können Sie die Teilnahmeunterlagen mit dem Informationspaket unter Tel.-Nr. 03737/790-67133 oder -67134 oder -67135 abfordern.

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DFS Anlage 8 und Anhang

Der Vertrag der AOK PLUS über die Versorgung der Versicherten mit Diabetischem Fußsyndrom im Freistaat Sachsen beinhaltet unter anderem eine Anlage zur wirtschaftlichen Arzneimittel- und Verbandstoffauswahl.

Verbandstoffe sind ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung des diabetischen Fußsyndroms und mit den sogenannten modernen Wundauflagen gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten. Da das Preisgefüge von Verbandmitteln oft aus der Praxis-EDV nicht zu erkennen ist, hat der Anhang zur Anlage 8 zum Ziel, Preisvergleiche für den wirtschaftlichen Einsatz von Verbandmitteln zu ermöglichen und über die Eigenschaften von modernen Wundauflagen zu informieren.

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KV Bereich Sachsen - Abbildung der regionalen Arzneimittelvereinbarung in den Praxisverwaltungssystemen zum Schutz vor eventuellen Prüfverfahren

Arzneimittelvereinbarung (ARV-Schnittstelle)

Seit Anfang des Jahres 2010 werden die Inhalte der sächsischen Arzneimittelvereinbarung, wie zum Beispiel Leitsubstanzen, Indikationsziele und die Kennzeichnung der Analogpräparate in Ihrer Verordnungs- bzw. Praxisverwaltungssoftware über die Schnittstelle zur Arzneimittel- und Richtgrößenvereinbarung ("ARV") abgebildet. Bei Verordnung einer Nichtleitsubstanz oder eines patentgeschützten Analogpräparates werden Ihnen Alternativen angezeigt und die entsprechende Auswahl im Verordnungsvorgang ermöglicht. Auch die entsprechenden Inhalte der Therapiehinweise der Arzneimittelrichtlinie des GBA sind in der Verordnungssoftware hinterlegt.

Die Software unterstützt beim sicheren und wirtschaftlichen Verordnen und schützt so vor Prüfverfahren.

Mit der aktiven Nutzung dieser Funktion durch Sie als rezeptierenden/e Arzt/Ärztin erhalten Sie alle relevanten Hinweise, die Sie zum wirtschaftlichen Verordnen benötigen. Die Erfüllung von Leitsubstanz- und Indikationszielen kann zu Ihren Gunsten bei der Richtgrößenprüfung berücksichtigt werden. Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung werden dabei die verordneten Arzneimittel pro Ziel grundsätzlich aus Ihrem Verordnungsvolumen im Vorab - ähnlich der Praxisbesonderheiten - herausgerechnet, wenn der Zielwert erreicht wurde. Finden Sie keine Hinweise bzw. Schaltfläche zu "ARV" oder der "regionalen Arzneimittelvereinbarung" in Ihrer Verordnungssoftware, so fragen Sie Ihren Software-Anbieter gezielt nach dieser Funktion. Gegebenenfalls ist eine Freischaltung der ARV-Funktion beim Hersteller anzufordern.

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