Telematikinfrastruktur: Erste Komponenten zugelassen

(21.11.17) Der Online-Rollout der Gesundheitskarte kann starten. Die erforderlichen Geräte und Komponenten für den Anschluss der Arzt- und Zahnarztpraxen, der Psychotherapeutenpraxen sowie der Krankenhäuser sind zertifiziert. Das hat die gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) mitgeteilt. Die Zulassungen für erste Konnektoren, E-Health-Kartenterminals, VPN-Zugangsdienst und elektronische Praxisausweise sind erteilt worden. Zudem durchlaufen weitere Produkte mehrerer Unternehmen derzeit die Zulassungsverfahren, gab die gematik bekannt.

Die erste Anwendung der Telematikinfrastruktur (TI) wird das Versichertenstammdaten-Management sein. Es ermöglicht Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten automatisiert zu überprüfen, ob die Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte aktuell sind und ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht.

Zertifizierte Zulassungsverfahren

Als erster Konnektor hat die "KoCoBox Med+" des zur CompuGroup Medical Deutschland (CGM) gehörenden Unternehmens KoCo Connector das Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Auch der Zugangsdienst vom virtuellen privaten Netzwerk (VPN) von CGM hat die Zulassung erhalten.

Der Konnektor stellt für die Verbindung mit der TI ein VPN her, in dem elektronische Anwendungen unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnik völlig abgeschirmt vom sonstigen Internet genutzt werden können. Damit können dann zunächst nur die Versichertenstammdaten online abgeglichen werden. Weitere Anwendungen wie die Patientenakte sollen folgen.

Als erstes stationäres Kartenterminal erhielt "Orga 6141 online" des Unternehmens Ingenico Healthcare die Zulassung. Den ebenfalls zugelassenen elektronischen Praxisausweis (SMC-B) der Bundesdruckerei gibt es zunächst nur für Zahnarztpraxen. Die Zulassung für Arzt- und Psychotherapeutenpraxen soll in Kürze folgen.

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