Medikationsplan: Bundesmantelvertrag und Einheitlicher Bewertungsmaßstab angepasst

(06.10.16) Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben den Anspruch der Versicherten auf einen Medikationsplan konkretisiert. Voraussetzungen, Inhalte und Geltungsbereich der Vereinbarung sind im neuen Paragrafen 29a des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ä) geregelt. Gleichzeitig haben die Vertragspartner die Software-spezifischen Anforderungen an die Erstellung und Aktualisierung vereinbart und die erforderlichen Regelungen zur Vergütung der ärztlichen Leistungen getroffen.

Demnach wird für die Erstellung oder Aktualisierung eines Medikationsplans ein Zuschlag auf die hausärztlichen Chronikerzuschläge eingeführt. Für Patienten, bei denen die Voraussetzungen für Chronikerzuschläge nicht gegeben sind, wurde die Gebührenposition 01630 eingeführt, die im hausärztlichen Bereich einmal in vier Quartalen (Krankheitsfall) abgerechnet werden kann. Fachärzte können die Position als Zuschlag bei Behandlungen onkologischer und organtransplantierter Patienten sowie im Rahmen der schmerztherapeutischen Versorgung abrechnen. Zudem gibt es nun im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) einen Zuschlag auf die fachärztlichen Grundpauschalen. Die Finanzierung der neuen Leistungen erfolgt zunächst außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und wird nach zwei Jahren in diese überführt.

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