Innovationsfonds: Erste Vorauswahl an Forschungsprojekten getroffen

(01.08.16) Der Innovationsausschuss beim Gemeinschamen Bundesausschuss (GBA) hat im Rahmen der ersten Förderwelle die Vorauswahl im Bereich der Forschungsvorhaben getroffen: Die Initiatoren der überzeugendsten von insgesamt 296 Projekten wurden aufgefordert, vollständige und ausformulierte Förderanträge einzureichen. Die Abgabefrist endet am 25. August 2016. Anschließend wird der Expertenbeirat die Anträge prüfen und der Innovationsausschuss über die Förderung entscheiden. Noch vor Ablauf des Jahres sollen die ersten Antragsteller über die Ergebnisse des Verfahrens informiert werden.

Die themenspezifischen und -offenen Forschungsvorhaben der ersten Förderwelle zielen auf Erkenntnisse in der Versorgungsforschung. "Die Anträge enthalten in vielen Fällen wichtige Fragestellungen und innovative Lösungsansätze, von denen wir uns weitreichende Implikationen für die Verbesserung der Versorgung erhoffen", sagte Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des GBA und Vorsitzender des Innovationsausschusses. 

Ende der Bewerbungsfrist im Bereich neuer Versorgungsformen

Am 5. Juli 2016 endete auch die Abgabefrist der ersten Förderwelle für Projekte im Bereich neue Versorgungsformen. Gleichzeitig mussten die Anträge zur wissenschaftlichen Begleitung von Selektivverträgen und zur Evaluation der SAPV-Richtlinie des GBA eingereicht werden – hier kamen insgesamt 138 Anträge zusammen. Im Rahmen der zweiten Förderwelle wurden im Bereich neuer Versorgungsformen 107 Projektanträge gestellt.

Der Innovationsfonds enthält für die Jahre 2016 bis 2019 jeweils bis zu 300 Millionen Euro jährlich, insgesamt also maximal 1,2 Milliarden Euro an Fördergeldern. Ab 2016 sollen jährlich bis zu 225 Millionen Euro an Modelle für neue Versorgungsformen ausgeschüttet werden, 75 Millionen Euro können in die Forschung fließen.