Der Innovationsfonds

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) fördert mit dem Innovationsfonds neue Versorgungsformen und versorgungsbezogene Forschungsprojekte innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Programm soll insbesondere zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Versorgung in Deutschland beitragen.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) hat im Rahmen der letzten Förderbekanntmachung aus dem Oktober 2017 weitere 93 Anträge zur Förderung von Vorhaben im Bereich neue Versorgungsformen erhalten. Die Anträge wurden in allen sechs Themenfeldern eingereicht. Das Volumen der Projekte beträgt in Summe knapp 440 Millionen Euro. Über die eingegangenen Anträge voraussichtlich im Herbst 2018 entschieden.

Im Zusammenhang mit der vorletzten Förderbekanntmachung aus dem Oktober 2017 sind beim GBA mehr als 200 Anträge zur Versorgungsforschung eingegangeneingegangen. Die Hälfte der Vorhaben dreht sich um Patientensicherheit, Qualitätssicherung und Qualitätsförderung, gefolgt von besonderen Versorgungssituationen. Deutlich weniger Resonanz hatten die Themen "Entwicklung von Versorgungsstrukturen und -konzepten" und "Messung der Ergebnisqualität". Vier Anträge befassen sich mit der Evaluation der Richtlinie über Früherkennung von Krebserkrankungen (Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs), einer mit der Evaluation eines Selektivvertrags. Die Bewerbungsfrist für das einstufige Antragsverfahren endete am 20. Februar 2018. 

Die Förderentscheidungen für das Jahr 2017 sind abgeschlossen.

Informationen zu den geförderten Projekten

Hintergrund

Der Innovationsfonds enthält für die Jahre 2016 bis 2019 jeweils bis zu 300 Millionen Euro jährlich. Geschäftsfähige Personen und Personengesellschaften können sich also – idealerweise unter Beteiligung einer Krankenkasse – um insgesamt bis zu 1,2 Milliarden Euro an Fördergeldern bewerben. Seit 2016 werden jährlich bis zu 225 Millionen Euro an Modelle für neue Versorgungsformen ausgeschüttet, 75 Millionen Euro fließen in die Forschung. Für das Förderverfahren ist der beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) angesiedelte Innovationsausschuss zuständig, der bei der Begutachtung durch einen Expertenbeirat unterstützt wird. Die Finanzmittel für den Fonds werden von den gesetzlichen Krankenkassen und aus dem Gesundheitsfonds getragen. Die Verwaltung der Mittel liegt beim Bundesversicherungsamt.

Die Auflage eines Innovationsfonds zur Förderung innovativer sektorenübergreifender Versorgungsformen und der Versorgungsforschung war bereits in der Koalitionsvereinbarung der Regierung Ende 2013 angekündigt worden. Die Umsetzung erfolgte mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Die wesentlichen Regelungen finden sich in den Paragrafen 92 a und 92b SGB V. Anfang Februar 2018 hat die große Koalition hat beschlossen, den Innovationsfonds über das Jahr 2019 hinaus fortzusetzen.

Broschüre "Der Innovationsfonds im Überblick"

FAQ: Häufige Fragen zum Antragsverfahren