Entlassmanagement: Mehr Klarheit bei Arzneimitteln

(01.06.18) Das Einlösen von Entlassrezepten soll einfacher werden. Dies verspricht eine ergänzende vertragliche Regelung zwischen Apothekern und Krankenkassen. Schon seit Oktober 2017 haben Krankenhausärzte die Möglichkeit, ihren Patienten ein Rezept auszustellen, das die Anschlussversorgung für die ersten Tage nach der Entlassung aus der Klinik sichert. Dies betrifft in der Regel einen Überbrückungszeitraum von maximal sieben Tagen. Allerdings hatte es dabei im Alltag noch offene Fragen, insbesondere zur ordnungsgemäßen Ausstellung der Rezepte und den abgabefähigen Packungen, gegeben.

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) haben sich auf entsprechende "Ergänzende Bestimmungen zum Rahmenvertrag nach § 129 Abs. 2 SGB V" geeinigt. Diese gelten seit dem 1. Mai 2018.

Eindeutige Regelung zu Packungsgrößen

Was hat sich geändert? Klarheit herrscht jetzt in der Frage, welche Packungsgröße eines verordneten Arzneimittels abgegeben werden darf. Zudem wurde festgelegt, wann und wie Apotheker fehlende Angaben auf dem Entlassrezept ergänzen dürfen. Diese Klarstellungen sollen helfen, mögliche Retaxationen bei der Abrechnung von fehlerhaften Rezepten mit den Krankenkassen zu verhindern. Retaxation bedeutet, dass die Krankenkasse die Abrechnung der Apotheke aufgrund von Fehlern korrigiert oder kürzt. Zudem sollen die Korrekturmöglichkeiten des Rezeptes durch den Apotheker auch die schnelle Versorgung des Patienten gewährleisten.

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