Gesetze und Verordnungen: Das gilt ab Juli 2018

(28.06.18) Zum 1. Juli 2018 treten neue Gesetze und Verordnungen in Kraft. Hier ein Überblick:

Apotheke

DIMDI legt neue Packungsgrößen für vier Wirkstoffe fest

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat neue Packungsgrößen für vier Substanzen festgelegt. Betroffen sind die Wirkstoffe Burosumab, Emicizumab, Dimethylfumarat und Methoxyfluran.

Arzt und Praxis

Bescheinigung für die Gewährung von Mutterschaftsgeld bei Frühgeburten

Ärzte, die eine "ärztliche Bescheinigung für die Gewährung von Mutterschaftsgeld bei Frühgeburten" ausstellen, müssen dafür ab dem 1. Juli 2018 eine neue Fassung des "Muster 9" verwenden. Alte Exemplare können nicht aufgebraucht werden. Hintergrund ist eine Änderung des Mutterschutzrechts. Diese Änderung betrifft Mütter von Kindern mit Behinderung.

Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten

Ebenfalls zum 1. Juli 2018 tritt eine überarbeitete Version der Anlage 9.1 des Bundesmantelvertrags-Ärzte (BMV-Ä) in Kraft. Anlage 9.1 regelt die nephrologische Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten. Neu in die Patientengruppe aufgenommen wurden Spender im Rahmen der Transplantationsvorbereitung und –nachsorge. Zudem wird die Ermächtigung von stationären ärztlich geleiteten nephrologischen Schwerpunkteinrichtungen präzisiert. Die Bestimmungen zum Zusammenwirken der Leistungserbringer wurden angepasst und die Anlage 9.1 wurde insgesamt redaktionell überarbeitet.

DMP

Neue Formulare zur DMP-Einschreibung

Zum 1. Juli 2018 endet die Übergangsfrist für die Einschreibung in DMP-Programme. Bereits an 25. Mai 2018 ist die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Bis Ende Juni konnten jedoch noch alte Formulare verwendet werden. Dies ist nun nicht mehr erlaubt. Eine Arzt-Info der AOK erläutert die Hintergründe.

Zahnarzt

Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen

Künftig können Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen zusätzliche zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen in Anspruch nehmen. Ziel ist es, das überdurchschnittlich hohe Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen für diese Personen zu senken.

Bundesmantelvertrag – Zahnärzte (BMV-Z)

Die bisher für Primär- und Ersatzkassen getrennt verhandelten Bundesmantelverträge BMV-Z und EKV-Z sind zu einem Vertrag zusammengeführt worden. Der neue Vertrag gilt ab dem 1. Juli 2018. Der Bundesmantelvertrag für Zahnärzte regelt Art und Umfang der Versorgung und enthält Vorschriften zur Durchführung der Behandlungen.

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