Jahreswechsel: Das gilt 2018

Von der Aneurysma-Früherkennung über die Neufassung der Mindestmengenregelung bis zur pauschalierten Vergütung in der Psychiatrie: Der Jahreswechsel hält auch 2018 zahlreiche Neuregelungen bereit. Hier die wichtigsten im Überblick:

Arzt und Praxis

Jahreswechsel 2017

Mütter werden umfassender geschützt
Neue Regelungen für die Nachtarbeit, einheitlicher Schutz für verschiedene Gruppen und mehr Pflichten für die Arbeitgeber: Beim Mutterschutz gibt es 2018 gleich mehrere Änderungen.

Bessere Früherkennung bei Bauchaorten-Aneurysma
Gesetzlich versicherte Männer im Alter ab 65 Jahren können künftig einmal im Leben eine Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung eines Aneurysmas der Bauchaorta in Anspruch nehmen.

DMP

COPD: Chronikerprogramm wieder aktuell
Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat das Disease-Management-Programm für Patienten mit COPD auf den neuesten Stand gebracht. Änderungen gab es bei diagnostischen, therapeutischen und qualitätssichernden Maßnahmen.

Heilberufe

Kontrollierte Ernährung bei Stoffwechselerkrankungen 
Ab dem 1. Januar 2018 können Ärzte ihren Patienten mit Mukoviszidose oder anderen angeborenen Stoffwechselerkrankungen eine Ernährungstherapie verordnen. Ziel ist es, Fehlernährung, Mangelversorgung und Stoffwechselentgleisungen zu verhindern, abzumildern und zu behandeln.

Vergütung für Podologen steht fest
Der AOK-Bundesverband und die Berufsverbände der Podologen haben sich auf neue Vergütungssätze für den Bereich der Podologie verständigt. Diese treten am 1. Januar beziehungsweise 1. Mai 2018 in Kraft. Die Preisvereinbarungen gelten für jeweils 32 Monate.

Krankenhaus

AOP-Katalog 2017 gilt weiter

Die Veröffentlichung des neuen Katalogs „Ambulant durchführbarer Operationen und sonstiger stationsersetzender Eingriffe“ (AOP) verzögert sich über den Jahreswechsel hinaus. Bis zum Infrafttreten der neuen Fassung gilt deshalb bis auf Weiteres der AOP-Katalog 2017.

Mindestmengen neu geregelt
Die Mindestmengenregelung für die stationäre Versorgung gilt ab 1. Januar in neuer Fassung. Demnach muss der Zusammenhang von Ergebnisqualität und Menge bei planbaren Eingriffen nach Studienlage nur noch als "wahrscheinlich" gelten. Auch die Verfahrensordnung hat der GBA vervollständigt.

DRG-Systemzuschlag steigt geringfügig
Der DRG-Systemzuschlag steigt 2018 um einen Cent auf 1,31 Euro pro Fall, darauf haben sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Spitzenverbände der Krankenkassen geeinigt. Der Zuschlag für die externe Qualitätssicherung steigt von 70 auf 74 Cent je Fall.

Krankenhausstatistik auf neuer Grundlage
Die amtliche Krankenhausstatistik des Statistischen Bundesamtes wird ab 2018 weiterentwickelt. Sie beruht künftig einer einheitlichen Definition von Standorten und Ambulanzen.

PEPP wird Pflicht
Ab 2018 müssen alle psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen das pauschalierende Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) anwenden. Die sogenannte Optionsphase, in der die Kliniken das System freiwillig nutzten, endet am 31. Dezember 2017. Es folgen zwei weitere Übergangsjahre, in denen die Abrechnung nach dem PEPP-System noch keine Auswirkungen auf die Budgets der einzelnen Häuser haben wird.

Pflege

Neuer Mindestlohn in der Pflege
Zum 1. Januar 2018 ist der Mindestlohn in der Pflege gestiegen. Jetzt liegt er liegt dann bei 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten Deutschlands.