Hilfsmittel-Richtlinien

In seiner neuen Hilfsmittel-Richtlinie hat der Gemeinsamen Bundesausschusses die Regelungen zu Hörhilfen an den aktuellen Stand der Wissenschaft und an die Versorgungspraxis angepasst. Die neue Richtlinie ist im Oktober 2014 in Kraft getreten.

Zielsetzung der Versorgung ist es, die vorhandene Behinderung nach dem Stand der Medizintechnik möglichst weitgehend auszugleichen. Hörgeräte sollen es dem Schwerhörigen ermöglichen, das Gesprochene ohne Nachteil in geräuschvoller Umgebung oder wenn mehrere Menschen gleichzeitig sprechen zu verstehen.

Die Hilfsmittel-Richtlinien umfassen die allgemeinen Verordnungsgrundsätze, spezielle Abschnitte zu den Seh- und Hörhilfen sowie die Arztinformation. Der Arzt soll entsprechend der Indikation lediglich die Produktart verordnen. Die Auswahl des wirtschaftlichsten Hilfsmittels liegt beim Hilfsmittelanbieter.

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Richtlinien zur Festlegung der doppelfunktionalen Hilfsmittel

Die Richtlinien zur Festlegung der doppelfunktionalen Hilfsmittel des GKV-Spitzenverbandes sollen die Abgrenzung der Leistungszuständigkeit bei der Versorgung mit Hilfsmitteln vereinfachen. Die Richtlinien bestimmen die Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel, die sowohl der Krankenbehandlung (§ 33 SGB V) als auch der Pflege (§ 40 SGB XI) dienen können (doppelfunktionale Hilfsmittel). Sie legen außerdem das Verhältnis zur Aufteilung der Ausgaben zwischen der Kranken- und der Pflegeversicherung für alle Kassen nach einheitlichen Maßstäben fest. Dadurch entfällt bei den Kranken- und Pflegekassen die bisher erforderliche aufwändige Abgrenzung der Leistungszuständigkeit im Einzelfall. Die Ausgaben für die betroffenen Hilfsmittel werden nun pauschal zwischen Kranken- und Pflegekasse aufgeteilt.

Richtlinien zur Festlegung der doppelfunktionalen Hilfsmittel
Stand: 18.12.13, in Kraft seit 01.01.14