Merkblätter informieren über Ursachen von Kinderunfällen

Kind und Kochtopf

Unfälle können das Leben und die Gesundheit von Kindern gefährden. Elterninformationen helfen dabei, solche Unfälle zu vermeiden. Deshalb haben die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Merkblätter "Kinderunfälle" entwickelt. An der Ausarbeitung waren ebenfalls die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder beteiligt.

Die Merkblätter U2-U3, U4-U5, U6, U7, U7a, U8 und U9 orientieren sich an den Früherkennungsuntersuchungen und weisen für jede Entwicklungsphase des Kindes auf typische Unfallursachen hin. Kinder- und Jugendärzte können diese Merkblätte dazu nutzen, Eltern über mögliche Gefahren aufzuklären.

Die AOK stellt die Merkblätte "Kinderunfälle" und die Allgemeinen Hinweise zur Sicherheit in der Wohnung und weiteren Umgebung sowie zur Ersten Hilfe zum Herunterladen bereit.

Allgemeine Hinweise

Allgemeine Hinweise

Das Leben mit Kindern erfordert besondere Sicherheitsvorkehrungen. Gerade beim ersten Kind sind sich die Eltern der lauernden Gefahren nicht immer bewusst. Die allgemeinen Hinweise können ihnen dabei helfen, zu prüfen, ob sie zu Hause an alles gedacht haben oder richtig planen. Nützliche Tipps zur ersten Hilfe bei Verbrennungen und Vergiftungen sollen es ihnen ermöglichen, im Fall der Fälle die Situation so gut, wie es geht, in Griff zu bekommen, bis der Notarzt eintrifft.

Allgemeine Hinweise

Merkblatt "Kinderunfälle" U2-U3

U2-U3

Zwischen dem dritten Lebenstag und der fünften Lebenswoche stehen die U2 und U3 an. Bei den Untersuchungen kann der Arzt die frischgebackenen und meist noch unsicheren Eltern auf folgende Unfälle hinweisen, die in diesem Alter das Leben des Babys gefährden können: Stürze aus der Höhe, Ersticken und Strangulation, Transportunfälle und Verbrühungen. Das Merkblatt "Kinderunfälle" U2-U3 zeigt, wie Eltern solche Unfälle vermeiden können.

Merkblatt "Kinderunfälle" U2-U3

Merkblatt "Kinderunfälle" U4-U5

U4-U5

Zwischen dem drittem und dem siebten Lebensmonat werden die U4 und U5 fällig. Die meisten Kinder fangen in diesem Alter an, ihre Umgebung mit Händen und vor allem mit dem Mund zu erkunden. Die zunehmende Mobilität des Kindes erfordert vermehrt die Aufsicht der Eltern. Typische Unfälle in diesem Alter sind Vergiftung, Ersticken, Stürze und Ertrinken. Das Merkblatt "Kinderunfälle" U4-U5 zeigt, wie Eltern für eine kindgerechte Umgebung sorgen können.

Merkblatt "Kinderunfälle" U4-U5

Merkblatt "Kinderunfälle" U6

U6

Zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat ist die U6 an der Reihe. Der Arzt überprüft, ob das Kind schon sitzen oder sogar allein stehen kann. Dabei kann er die Eltern auf die Gefahren im Alltag aufmerksam machen. Typische Unfälle in diesem Alter sind Verbrennung und Verbrühung, Sturz, Ertrinken, Vergiftung und Verätzung. Das Merkblatt "Kinderunfälle" U6 zeigt, wie Eltern mit ihren Kindern das richtige Verhalten üben können, damit es erst gar nicht zu einem Unfall kommt.

Merkblatt "Kinderunfälle" U6

Merkblatt "Kinderunfälle" U7

U7

Bei der U7 sind Kinder 21 bis 24 Monate alt. Sie sind neugierig und möchten oft Eigeninitiative ergreifen. In diesem Alter drohen ihnen folgende Gefahren: Stromunfall, Ertrinken, Sturz, Vergiftung und Unfälle mit Tieren (Hunde). Das Merkblatt "Kinderunfälle" U7 zeigt, wie Eltern durch Regeln ihrem Kind Orientierung geben können und auf diese Weise ihn helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden.

Merkblatt "Kinderunfälle" U7

Merkblatt "Kinderunfälle" U7a

U7a

Die U7a bietet den Eltern die Möglichkeit, ihr Kind im 34. bis 36. Lebensmonat auf allergische Reaktionen sowie Zahn-, Mund- und Kieferanomalien untersuchen zu lassen. Im Rahmen dieser Untersuchung können Kinderärzte die Eltern auf mögliche, für das Alter typische Gefahren aufmerksam machen. Solche Gefahren sind Vergiftungen, Spielplatzunfälle, Verkehrsunfälle, Verbrennungen. Das Merkblatt "Kinderunfälle" U7a zeigt, welche Maßnahmen helfen, die Sicherheit im Verkehr und Freizeit zu erhöhen.

Merkblatt "Kinderunfälle" U7a

Merkblatt "Kinderunfälle" U8

U8

Mit fast vier Jahren müssen Kinder zur U8. In diesem Alter spielen sie häufiger mit anderen Kindern und außerhalb des Hauses. Worauf Eltern dabei achten müssen und wo die Gefahren lauern, kann der Kinderarzt im Gespräch bei der Untersuchung erläutern. Typische Unfälle sind Fahrradunfälle, Ertrinken, Verletzungen durch Tiere und Stürze. Das Merkblatt "Kinderunfälle" U8 zeigt, wie Kinder durch Nachahmen lernen können, sich richtig im Straßenverkehr oder gegenüber Tieren zu verhalten.

Merkblatt "Kinderunfälle" U8

Merkblatt "Kinderunfälle" U9

U9

Die letzte Untersuchung im Vorschulalter, die U9, findet zwischen fünf und fünfeinhalb Jahren statt. In der Regel beurteilt der Mediziner das Sprachvermögen, das Sozialverhalten des Kindes und schätzt ein, ob das Kind bereits die nötige Schulreife hat oder nicht. In diesem Alter sind die häufigsten Unfälle Verletzungen bei Sport und Spiel, Verkehrsunfälle und Ertrinken. Das Merkblatt "Kinderunfälle" U9 zeigt, was Eltern tun können, um ihre Kinder vor solchen Gefahren zu schützen.

Merkblatt "Kinderunfälle" U9

Vereinbarung zu den Merkblättern "Kinderunfälle"

Einzelheiten zu den Inhalten der Merkblätter, zu deren Verbreitung und Vervielfältigung haben die Autoren in einer entsprechenden Vereinbarung festgehalten.

Vereinbarung über die Erstellung und Verbreitung der Merkblätter "Kinderunfälle" an die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung
Stand: 05.10.11