Arzneimittelausgaben

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind in den ersten drei Quartalen 2014 um 9,3 Prozent angestiegen. Vorläufigen Finanzergebnissen der Krankenkassen zufolge lagen die Kosten für Medikamente bei 26,29 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben die Kassen also mehr als zwei Milliarden Euro mehr für Arzneimittel ausgegeben. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt den Anstieg in erster Linie mit dem Auslaufen des auf drei Jahre befristeten erhöhten Herstellerrabatts für patentgeschützte Arzneimittel von 16 Prozent. Auch die Versorgung mit neuen Arzneimitteln, insbesondere zur Behandlung von Hepatitis-C, habe zu Mehrausgaben geführt.

Die Einsparungen durch Rabattvereinbarungen der einzelnen Krankenkassen mit Pharmaherstellern sind hingegen weiter gewachsen. Laut Ministerium konnten in den ersten neun Monaten des Jahres rund 2,24 Milliarden Euro durch die Rabattverträge eingespart werden. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert bei 2,07 Milliarden Euro Euro gelegen.

Um dem Aufwärtstrend bei den Arzneimittelausgaben entgegenzuwirken, hat der Bundestag mit dem 14. SGB V-Änderungsgesetz wichtige Regelungen für den Arzneimittelmarkt beschlossen. So wurde beispielsweise zum 1. Januar 2014 das Preismoratorium für verschreibungspflichtige Medikamente verlängert und der Herstellerrabatt von sechs auf sieben Prozent erhöht.

Übersicht über die Arzneimittelausgaben 2009 bis 2013