Arzneimittelausgaben

Die Arzneimittelausgaben sind im ersten Quartal 2014 wieder stärker gestiegen. Vorläufigen Finanzergebnissen der Krankenkassen zufolge gaben die Kassen 8,4 Prozent mehr für Medikamente aus als noch im Vorjahresquartal. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt den Anstieg in erster Linie mit dem Auslaufen des auf drei Jahre befristeten erhöhten Herstellerrabatts für patentgeschützte Arzneimittel von 16 Prozent.

Die Einsparungen durch Rabattvereinbarungen der einzelnen Krankenkassen mit Pharmaherstellern sind hingegen weiter gewachsen. Laut Bundesgesundheitsministerium konnten zwischen Januar und März 700 Millionen Euro durch die Rabattverträge eingespart werden. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert bei 570 Millionen Euro gelegen.

Um dem Aufwärtstrend bei den Arzneimittelausgaben entgegenzuwirken, hat der Bundestag mit dem 14. SGB V-Änderungsgesetz wichtige Regelungen für den Arzneimittelmarkt beschlossen. So wurde beispielsweise zum 1. Januar 2014 das Preismoratorium für verschreibungspflichtige Medikamente verlängert und der Herstellerrabatt von sechs auf sieben Prozent erhöht. Das Bundesgesundheitsministerium teilte nun mit, dass beide Sparinstrumente laut neuesten Meldungen aus den Apothekenrechenzentren ihre Wirkungen entfalteten und der Ausgabenanstieg im April 2014 weniger hoch ausgefallen sei.

Übersicht über die Arzneimittelausgaben 2009 bis 2013