Versorgungsqualität

Im deutschen Gesundheitswesen erlangt die Qualitätssicherung der Leistungserbringer in den letzten Jahren einen zunehmend höheren Stellenwert. Qualitätsreserven finden sich auf struktureller, prozessualer und ergebnisorientierter Ebene. Diese gilt es sinnvoll zu nutzen, um eine qualitativ hochwertige und zeitgleich wirtschaftliche Versorgung der Versicherten zu gewährleisten.

Gesetzlich sind Krankenhäuser verpflichtet, an einrichtungs- sowie sektorenübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung teilzunehmen und das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln. Als Grundlage für eine interne Weiterentwicklung können Krankenhäuser Ergebnisse aus den strukturierten Qualitätsberichten, einer Patientenbefragung oder auch Zertifizierungsverfahren verwenden.

Die Entwicklung und Umsetzung von Verfahren der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung ist die Aufgabe des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG). Das IQTIG hat seine Arbeit Anfang 2016 aufgenommen. Grundlage ist der Paragraf 137a SGB V , nach dem das IQTIG ein "Qualitätssicherungs-Dienstleister" des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) ist.

Um die Qualität der Versorgung noch umfassender zu sichern, ist die AOK darin bestrebt, ergänzende Qualitätsinstrumente anzuwenden, zu entwickeln und transparent darzulegen. Dazu zählen die Initiierung des AOK-Krankenhausnavigators, die Entwicklung des Verfahrens Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR), Patientenbefragungen mittels des "Patients´ Experience Questionnaire" (PEQ) und die Beteiligung am Endoprothesenregister Deutschland.