Über ein Drittel aller Krankenhausbehandlungen sind Operationen

(01.10.15) Rund 40 Prozent aller stationären Krankenhausbehandlungen im Jahr 2014 waren Operationen (sieben Millionen). Die häufigste medizinische Maßnahme im Krankenhaus sind chirurgische Eingriffe, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Insgesamt wurden 18,5 Millionen Patienten behandelt.

Fast die Hälfte aller operierten Patienten (41,9 Prozent) war 60 Jahre und älter. Zu den häufigsten Eingriffen in dieser Altersgruppe zählten andere Operationen am Darm, zum Beispiel Lösen von Verwachsungen, Aufdehnung von Darmabschnitten, der Einsatz von Hüft-Endoprothesen sowie endoskopische Operationen an den Gallengängen.

Arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken spielten vor allem bei den 45- bis 64-Jährigen eine große Rolle. Bei den Frauen in dieser Altersgruppe häuften sich außerdem andere Operationen am Darm und bei den Männern der Verschluss eines Leistenbruchs.

Bei Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren standen Operationen im Vordergrund, die im Zusammenhang mit Entbindungen stehen. Bei Männern dieser Altersgruppe erfolgten in erster Linie operative Eingriffe an der unteren Nasenmuschel sowie arthroskopische Operationen am Gelenkknorpel und an den Menisken.

Bei Kindern bis 14 Jahren gehörten das Einschneiden des Trommelfells zur Eröffnung der Paukenhöhle sowie die Entfernung der Rachenmandeln zu den häufigsten Eingriffen.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)