Arzneimittelrabattverträge

Seit April 2007 müssen Apotheken bei der Auswahl eines Medikamentes (Generika-Substitution) die Arzneimittelrabattverträge einer Krankenkasse beachten. Verschreibt der Arzt einen Wirkstoff und überlässt die Auswahl des Mittels der Apotheke (Aut-idem-Regelung), gibt der Apotheker vorrangig ein Mittel ab, für das die Krankenkasse des Patienten eine Rabattregelung mit dem Hersteller vereinbart hat (§ 129, Abs. 1 in Verbindung mit § 130 a, Abs. 8 SGB V).

Bitte beachten Sie: Zur Datenbank mit den aktuell gültigen Rabattverträgen gelangen Sie nur über die Regionalauswahl.

Zusätzlich zu den bundesweit geltenden Arzneimittel-Rabattverträgen haben einige AOKs regionale Verträge mit Herstellern abgeschlossen. Bitte wählen Sie deshalb die gewünschte Region aus. Sie erhalten in der jeweiligen Datenbank alle Angaben, die für die jeweilige AOK gelten.

 

Open-House-Verfahren Blutzuckerteststreifen Brandenburg

Verhandlungen zu Verträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V mit interessierten Anbietern für die Region Brandenburg

Weitere Informationen zum Open-House-Verfahren Blutzuckerteststreifen Brandenburg

Verhandlungen zu Verträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V mit interessierten pharmazeutischen Unternehmen zu ausgewählten Wirkstoffen

Die AOK Nordost bietet jedem geeigneten, zuverlässigen und leistungsfähigen Unternehmen ab sofort den Abschluss von nicht exklusiven Verträgen gemäß § 130a Abs. 8 SGB V zu Arzneimitteln mit Wirkstoffen aus folgender Liste an:

Wirkstoffliste
Stand: 19.04.16

Wenn Sie am Abschluss eines Vertrages zu den genannten Wirkstoffen Interesse haben, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff  "Interesse am Abschluss eines Vertrages gem. § 130a Abs. 8 SGB V zum Wirkstoff ..." an den

Unternehmensbereich Arzneimittelversorgung
E-Mail: FP_Open-House@nordost.aok.de

Sie erhalten dann alle für einen Vertragsabschluss erforderlichen Unterlagen mit der Bitte, diese ausgefüllt und unterzeichnet an uns zurückzusenden. Sofern Sie Fragen zum Ablauf des Verfahrens oder zu den einzureichenden Unterlagen haben, wenden Sie sich bitte an den Unternehmensbereich Arzneimittelversorgung. Sobald die Unterlagen vollständig vorliegen, werden wir uns unverzüglich mit Ihnen in Verbindung setzen. 

Hinweis: Bei den Verträgen handelt es sich nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrags beziehungsweise öffentlicher Aufträge im Sinne der Richtlinie 2004/18/EG beziehungsweise der §§ 97 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), da allen geeigneten, zuverlässigen und leistungsfähigen Unternehmen Vertragsverhandlungen und Vertragsschlüsse angeboten werden. Nach der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (unter anderem Beschluss vom 11. Januar 2012 - Az. VII-Verg 57/11 Randnr. 62) entfällt ein Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen, und es findet kein Wettbewerb statt, wenn ein Vertragsschluss jederzeit rechtlich und tatsächlich möglich ist.

 

 

15. und 16. Tranche seit 1. April 2016 in Kraft

Am 1. April 2016 starteten zwei neue Tranchen der AOK-Arzneimittelrabattverträge für Generika. Die neuen Verträge laufen über zwei Jahre bis zum 31. März 2018.

Die Tranche XV ging mit einem Umsatzvolumen von 1,9 Milliarden Euro an den Start. Sie enthält insgesamt 103 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, die in 105 Fachlosen ausgeschrieben waren. Den Zuschlag erhielten 45 Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften. Für 19 Fachlose, die besonders häufig verordnet werden, hat die AOK Verträge im Mehrpartnermodell geschlossen.

Die Verträge der Tranche VI beinhalten drei Wirkstoffe und wurden alle im Mehrpartnermodell geschlossen. Zehn Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften erhielten den Zuschlag. Das Umsatzvolumen beträgt 150 Millionen Euro.

Die beiden neuen Vertragstranchen schließen an die am 31. März 2016 ausgelaufenen Verträge der Tranche XII aus dem Jahr 2014 an. Hinzugekommen sind einzelne Wirkstoffe, die in der Zwischenzeit patentfrei geworden sind, beispielsweise das Neuroleptikum Aripiprazol und das Herzmedikament Eplerenon.

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2016 bis 2018
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XIII bis XVI

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2015 bis 2017
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XII bis XIV

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2014 bis 2016
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen X bis XIII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2014 bis 2016
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen VIII bis XII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2013 bis 2015
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen VII bis XI

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2012 bis 2014
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen VI bis VIII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2012 bis 2014
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen V bis VII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2011 bis 2013
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen IV bis VI

 

Übersicht der bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge seit 2007

Tranche 1: 1. Januar – 31. Dezember 2007:
Verträge über 42 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit elf Partnerunternehmen

Tranche 2: 1. Januar 2008 – 31. März 2010:
Verträge über 22 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 30 Partnerunternehmen

Tranche 3: 1. Juni 2009 – 31. Mai 2011:
Verträge über 63 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 22 Partnerunternehmen

Tranche 4: 1. April 2010 – 30. März 2012:
Verträge über 80 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 26 Partnerunternehmen

Tranche 5: 1. Oktober 2010 – 30. September 2012:
Verträge über zwölf Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit neun Partnerunternehmen

Tranche 6: 1. Juni 2011 bis 31. Mai 2013
Verträge für 80 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 30 Partnerunternehmen (63 Präparate der ausgelaufen dritten Vertragstranche)

Tranche 7: 1. April 2012 bis 31. März 2014
Verträge für 95 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 34 Partnerunternehmen (80 Präparate der ausgelaufenen vierten Vertragstranche)

Tranche 8: 1. Oktober 2012 bis 30. September 2014
Verträge für 19 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 14 Partnerunternehmen (11 Präparate der ausgelaufen fünften Vertragstranche)

Tranche 9: 1. Januar 2013 bis 30. September 2014
Verträge für 26 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 20 Partnerunternehmen

Tranche 10/11: 1. Juni 2013 bis 31. Mai 2015
Verträge für 91 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 39 Partnerunternehmen

Tranche 12:  1. April 2014 bis 31. März 2016
Verträge für 112 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen (21 Fachlose im Drei-Partner-Modell) mit 53 Partnerunternehmen

Tranche 13: 1. Oktober 2014 bis 30. September 2016
Verträge für 57 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 27 Partnerunternehmen

Tranche 14: 1. Juni 2015 bis 31. Mai 2017
Verträge für 109 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 31 Partnerunternehmen

Tranche 15: 1. April 2016 bis 31. März 2018
Verträge für 103 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 45 Partnerunternehmen

Tranche 16: 1. April 2016 bis 31. März 2018
Verträge für 3 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen mit 10 Partnerunternehmen

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Warum gibt es Arzneimittelrabattverträge? Für welche Medikamente gibt es Rabattverträge? Muss der Arzt ein Rabattarzneimittel verordnen? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Interessierte jetzt in der Übersicht "Erfolgsmodell AOK-Arzneimittelrabattverträge", die zum Herunterladen bereit steht.

FAQ zu den Rabattverträgen
Stand: 1. April 2016

 

Ausschreibungsverfahren der AOK

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Gebietslose Ausschreibungen ab 2012 AOK-Arzneimittelrabattverträge - Karte der regionalen Gebietslose (Stand April 2012)

Die AOK schreibt die Arzneimittelrabattverträge regional aus. Bis einschließlich der fünften Tranche gab es fünf Gebietslose. Für die sechste Vertragstranche wurden erstmals sieben Gebietslose gebildet. Für die siebte und achte Tranche gibt es acht Gebietslose. Je Wirkstoff und Gebietslos erhält ein Hersteller exklusiv den Zuschlag.

Das AOK-Ausschreibunsgverfahren hat sich als besonders mittelstandsfreundliche erwiesen. Kleine und mittlere Unternehmen haben gute Chancen auf einen regionalen Zuschlag und erhalten Planungssicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit. 

Die AOK-Gemeinschaft ist Vorreiter der europaweiten Ausschreibung der Rabattverträge für Generika. Sie hat ihr Verfahren vor den Vergabekammern und Sozialgerichten erfolgreich gegen teils erheblichen Widerstand einzelner Pharmaunternehmen durchgesetzt.

Zuetzt hat der zuständige Senat des Oberlandesgerichtes Düsseldorf das AOK-Ausschreibungsverfahren bestätigt. Die Entscheidung des obersten zuständigen Zivilgerichtes Anfang Mai 2011 war besonders wichtig, weil nach einer Gesetzesänderung seit Januar 2011 nicht mehr die Sozialgerichte, sondern die Zivilgerichte für einzelne Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaherstellern und anderen Leistungserbringern zuständig sind.

Presseinformationen zum Thema AOK-Arzneimittelrabattverträge

 

 

Arzneimittelrabattverträge: Gleiche Qualität - weniger Kosten

Patienteninformationsblatt

Die AOK hat die Initiative ergriffen und Rabattverträge für Arzneimittel geschlossen, von denen die AOK-Versicherten direkt profitieren. Denn die Rabattverträge ermöglichen Einsparungen ohne Verlust an Qualität in der Arzneimittelversorgung.

Infoblatt Rabattverträge zum Download

Patienteninformation in englischer, russischer, spanischer, türkischer, vietnamesischer und arabischer Sprache:

Info Rabattverträge englisch

Info Rabattverträge russisch

Info Rabattverträge spanisch

Info Rabattverträge türkisch

Info Rabattverträge arabisch

Info Rabattverträge vietnamesisch

 

Alternativ-Medikamente in der Apotheke seit Januar 2011

Titelbild Info Mehrkostenregelung

Das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes sieht vor, dass gesetzlich Krankenversicherte ab 1. Januar 2011 statt des vom Apotheker eigentlich abzugebenden Medikamentes ein austauschbares Arzneimittel wählen können. Diese Alternative ist in der Regel mit hohen Zusatzkosten für die Patienten verbunden. Sie müssen auf jeden Fall den Aufpreis selbst bezahlen. Die AOK rät deshalb von Vorkasse-Medikamenten ab.

Mehr Informationen zur "Mehrkostenregelung" seit 1. Januar 2011

 

 

AOK-Information zur Mehrkostenregelung in der Apotheke ab 1. Januar 2011