Arzneimittelrabattverträge

Zusätzlich zu den bundesweit geltenden Arzneimittel-Rabattverträgen haben einige AOKs regionale Verträge mit Herstellern abgeschlossen. Bitte wählen Sie deshalb die gewünschte Region aus. Sie erhalten in der jeweiligen Datenbank alle Angaben, die für die jeweilige AOK gelten.

Bitte beachten Sie: Zur Datenbank mit den aktuell gültigen Rabattverträgen gelangen Sie nur über die Regionalauswahl.
 

 

Open-House-Verfahren Blutzuckerteststreifen Brandenburg

Abschluss von nichtexklusiven Rabattverträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V mit interessierten Anbietern für die Region Brandenburg

Weitere Informationen zum Open-House-Verfahren Blutzuckerteststreifen Brandenburg

 

 

Verhandlungen zu Verträgen nach § 130a Abs. 8 SGB V mit interessierten pharmazeutischen Unternehmen zu ausgewählten Wirkstoffen

Die AOK Nordost bietet jedem geeigneten, zuverlässigen und leistungsfähigen Unternehmen ab sofort den Abschluss von nicht exklusiven Verträgen gemäß § 130a Abs. 8 SGB V zu Arzneimitteln mit Wirkstoffen aus folgender Liste an:

Wirkstoffliste
Stand: 30.06.17

Wenn Sie am Abschluss eines Vertrages zu den genannten Wirkstoffen Interesse haben, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff  "Interesse am Abschluss eines Vertrages gem. § 130a Abs. 8 SGB V zum Wirkstoff ..." an den

Unternehmensbereich Arzneimittelversorgung
E-Mail: FP_Open-House@nordost.aok.de

Sie erhalten dann alle für einen Vertragsabschluss erforderlichen Unterlagen mit der Bitte, diese ausgefüllt und unterzeichnet an uns zurückzusenden. Sofern Sie Fragen zum Ablauf des Verfahrens oder zu den einzureichenden Unterlagen haben, wenden Sie sich bitte an den Unternehmensbereich Arzneimittelversorgung. Sobald die Unterlagen vollständig vorliegen, werden wir uns unverzüglich mit Ihnen in Verbindung setzen. 

Bekanntgabe von Rabattvereinbarungen

Bei Abschluss einer Rabattvereinbarung gemäß § 130a Abs. 8 SGB V erfolgt eine Bekanntgabe in folgender Übersicht:

Übersicht: Bekanntgabe abgeschlossener Rabattvereinbarungen
Stand: 07/2017

Die Anzeige erfolgt ausschließlich für die ab dem 1. September 2016 geschlossenen Rabattvereinbarungen. Alle zuvor geschlossenen Verträge wurden durch die AOK Nordost auf der Vergabeplattform TED bekannt gegeben.

Hinweis

Bei den Verträgen handelt es sich nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrags beziehungsweise öffentlicher Aufträge im Sinne der Richtlinien 2004/18/EG und 2014/24/EG beziehungsweise der §§ 97 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), da allen geeigneten, zuverlässigen und leistungsfähigen Unternehmen Vertragsverhandlungen und Vertragsschlüsse angeboten werden. Nach der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (unter anderem Beschluss vom 11. Januar 2012 - Az. VII-Verg 57/11 Randnr. 62) sowie der Rechtsprechung des EuGH zum Open House Modell vom 02. Juni 2016, C-410/14, entfällt ein Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen, und es findet kein Wettbewerb statt, wenn ein Vertragsschluss jederzeit rechtlich und tatsächlich möglich ist.

 

 

Arzneimittelrabattverträge der 18. Tranche in Kraft getreten

Die neuen bundesweiten Arzneimittelrabattverträge der AOK-Gemeinschaft sind am 1. Juni 2017 in Kraft getreten. Die Kontrakte der inzwischen 18. Tranche laufen bis zum 31. Mai 2019 und ersetzen die Verträge der 14. Tranche. Vertragspartner sind 39 Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften, die die AOK-Gemeinschaft in den kommenden zwei Jahren mit 108 Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen beliefern. In dieser Tranche sind besonders umsatzstarke Wirkstoffe wie zum Beispiel der Magensäurehemmer Omeprazol, der Cholesterinsenker Simvastatin und das Schmerzmittel Ibuprofen enthalten. Erstmals hat die AOK auch Arzneimittelrabattverträge für das Antibiotikum Linezolid, den Wirkstoff Paricalcitol zur Osteoporose-Behandlung und für das Epilepsiemedikament Zonisamid abgeschlossen. Das Umsatzvolumen der neuen Tranche liegt (bezogen auf den Apothekenverkaufspreis) bei rund 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Weiterhin gültige Verträge

Bereits zum 1. Oktober 2016 sind die Verträge der 17. Tranche in Kraft getreten. Sie haben die Kontrakte der Ende September 2016 ausgelaufenen 13. Tranche ersetzt. Die Versorgungsverträge für 54 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen laufen bis zum 30. September 2018. Den Zuschlag erhielten 34 Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften. Zu den umsatzstärksten Medikamenten in dieser Tranche zählen das Diabetespräparat Metformin und der Blutdrucksenker Metoprolol. Insgesamt deckt die 17. Tranche Arzneimittel mit einem AOK-Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro ab. 

Am 1. April 2016 starteten zwei neue Tranchen der AOK-Arzneimittelrabattverträge für Generika. Diese Verträge laufen über zwei Jahre bis zum 31. März 2018.

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.06.2017 bis 31.05.2019
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XV bis XVIII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.10.2016 bis 30.09.2018
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XIV bis XVII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.04.2016 bis 31.03.2018
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XIII bis XVI

  • Archiv: Informationen zu den nicht mehr gültigen Vertragstranchen

    Übersichten über die nicht mehr gültigen Vertragstranchen sowie aller alle bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge seit 2007:

    zur Archivseite
  • Häufig gestellte Fragen zu den Rabattverträgen (FAQ)

    Warum gibt es Arzneimittelrabattverträge? Für welche Medikamente gibt es Rabattverträge? Muss der Arzt ein Rabattarzneimittel verordnen? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Interessierte jetzt in der PDF-Übersicht "Erfolgsmodell AOK-Arzneimittelrabattverträge", die hier zum Herunterladen bereitsteht:

    FAQ zu den Rabattverträgen
    PDF, Stand: 1. Juni 2017
  • Ausschreibungsverfahren der AOK

    Die AOK schreibt die Arzneimittelrabattverträge regional aus. Die Zahl der Ausschreibungsregionen wurde nach und nach erhöht. Aktuell gibt es acht Gebietslose. Je Wirkstoff und Gebietslos erhält ein Hersteller exklusiv den Zuschlag.

    Das AOK-Ausschreibunsgverfahren hat sich als besonders mittelstandsfreundlich erwiesen. Kleine und mittlere Unternehmen haben gute Chancen auf einen regionalen Zuschlag und erhalten Planungssicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit.

    Die AOK-Gemeinschaft ist Vorreiter bei der europaweiten Ausschreibung der Rabattverträge für Generika. Sie hat ihr Verfahren vor den Vergabekammern und Sozialgerichten erfolgreich gegen teils erheblichen Widerstand einzelner Pharmaunternehmen durchgesetzt.

    Zuletzt hat der zuständige Senat des Oberlandesgerichtes Düsseldorf das AOK-Ausschreibungsverfahren bestätigt. Die Entscheidung des obersten zuständigen Zivilgerichtes Anfang Mai 2011 war besonders wichtig, weil nach einer Gesetzesänderung seit Januar 2011 nicht mehr die Sozialgerichte, sondern die Zivilgerichte für einzelne Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaherstellern und anderen Leistungserbringern zuständig sind.

    Übersicht der Ausschreibungsregionen
  • Patienteninformation zu den Arzneimittelrabattverträgen

    Die Rabattverträge ermöglichen Einsparungen ohne Verlust an Qualität in der Arzneimittelversorgung. Insbesondere für chronisch Kranke sorgen die AOK-Rabattverträge für mehr Kontinuität in der Medikamentenversorgung. Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK belegt, dass 80 Prozent der AOK-Versicherten dauerhaft ein Medikament erhalten - zehn Prozent mehr als vor Einführung der Rabattverträge. Dadurch nimmt die Therapietreue zu.

    Mehr dazu steht in den Patienteninformationen zum Thema, die außerdem auf Englisch, Russisch, Türkisch, Vietnamesisch und Arabisch veröffentlicht ist:

    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Stand: 2016)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Arabisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Englisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Russisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Spanisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Türkisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Vietnamesisch)
  • Hintergrund zu den Rabattverträgen und zur Mehrkostenregelung

    Seit April 2007 müssen Apotheken bei der Auswahl eines Medikamentes (Generika-Substitution) die Arzneimittelrabattverträge einer Krankenkasse beachten. Verschreibt der Arzt einen Wirkstoff und überlässt die Auswahl des Mittels der Apotheke (Aut-idem-Regelung), gibt der Apotheker vorrangig ein Mittel ab, für das die Krankenkasse des Patienten eine Rabattregelung mit dem Hersteller vereinbart hat (§ 129, Abs. 1 in Verbindung mit § 130 a, Abs. 8 SGB V).

    Seit Januar 2011 besteht für Versicherte die Möglichkeit, dass sie statt des vom Apotheker eigentlich abzugebenden Arzneimittels ein anderes geeignetes Medikament bekommen. Diese Alternative ist mit zusätzlichen Kosten für den Versicherten verbunden. Einen medizinischen Zusatznutzen gibt es allerdings nicht. Die AOK rät deshalb von dieser überflüssigen Alternative ab.

    Weitere Informationen zur Mehrkostenregelung (PDF)