Kurzzeitpflege

Eine kurzzeitige Heimbetreuung in einer stationären Einrichtung können pflegebedürftige Menschen in Anspruch nehmen, wenn die Pflege zu Hause vorübergehend nicht oder noch nicht möglich ist.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die pflegerische und die medizinisch-pflegerische Versorgung sowie für die soziale Betreuung für maximal vier Wochen im Kalenderjahr ab 1. Januar 2015 bis zu einer Höhe von 1.612 Euro. Es ist möglich, den Betrag aus noch nicht verbrauchten Mitteln der Verhinderungspflege auf maximal 3.224 Euro pro Kalenderjahr zu erhöhen. Der Anspruch auf Kurzzeitpflege erhöht sich in diesem Fall auf längstens acht Wochen pro Kalenderjahr.

Umgekehrt kann der Höchstbetrag der Verhinderungspflege  von 1.612 Euro mithilfe der noch nicht in Anspruch genommenen Kurzzeitpflege erhöht werden. Das bedeutet, die Leistung kann um bis zu 806 Euro auf insgesamt bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr aufgestockt werden. Die Höchstdauer der Verhinderungspflegeleistung von sechs Wochen bleibt. Der in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf die Kurzzeitpflege angerechnet.

Für die Beschäftigung von zusätzlichem Personal zur Betreuung und Aktivierung von pflegebedürftigen Heimbewohnern und von Versicherten, deren Hilfebedarf nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht, erhält die Pflegeeinrichtung einen Vergütungszuschlag (§ 87b SGB XI).

Mit dem Ziel, eine wirksame und wirtschaftliche pflegerische Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen, vereinbaren die Vertragspartner auf Landesebene Rahmenverträge für die Kurzzeitpflege.

 

 

Rahmenkonzept Kurzzeitpflege als Übergangspflege Rahmenkonzept Kurzzeitpflege als Übergangspflege
Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI als Übergangspflege zur Sicherung der häuslichen Pflege.

Zulassungsverfahren für Kurzzeitpflegeeinrichtungen

Der Strukturerhebungsbogen bildet die Grundlage für die Zulassung der Kurzzeitpflegeeinrichtung durch Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI. Er ist vom Träger ausgefüllt und unterschrieben mit den erforderlichen Unterlagen und Nachweisen der zuständigen Heimaufsicht zu übergeben. Von der Heimaufsichtsbehörde werden die Daten an die Verbände der gesetzlichen Pflegekassen in Niedersachsen und den für das Erteilen des Einvernehmens nach § 72 Abs. 2 SGB XI zuständigen Sozialhilfeträger weitergeleitet.

Strukturerhebungsbogen für Kurzzeitpflegeeinrichtungen

Musterversorgungsvertrag - Kurzzeitpflege

Merkblatt
Änderungen der im Strukturerhebungsbogen gemachten Angaben sind den Landesverbänden der gesetzlichen Pflegekassen in Niedersachsen zeitnah mitzuteilen, da diese ggf. Auswirkungen auf den Versorgungsvertrag haben können.