Pflegebericht der Bundesregierung: Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erhalten mehr Unterstützung

Foto: Pflegerin mit Älteren beim Gesellschaftsspiel

(27.12.16) Die Neuausrichtung der Pflege und das Erste Pflegestärkungsgesetz haben die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung und die pflegerische Versorgung in Deutschland verbessert. Diese Bilanz zieht der sechste Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung. Der Report informiert umfassend über die Entwicklung der sozialen Pflegeversicherung seit 2011.

Im Berichtszeitraum seien zahlreiche Leistungen ausgeweitet und die Strukturen der Pflegeversicherung reformiert worden, Maßnahmen könnten nun besser auf die individuelle Situationen der Versicherten und ihrer Angehörigen zugeschnitten werden, so die Zusammenfassung der Autoren. Der Bericht nennt insbesondere die zusätzlichen Betreuungsleistungen in der häuslichen Pflege, die Bereiche Reha und Prävention sowie die Qualitätssicherung. Auch die Vorbereitung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs sei fristgemäß umgesetzt worden. Darüber hinaus hebt der Bericht hervor, dass die Zahl der Bezieher von Hilfe zur Pflege leicht zurückgeht. Die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege sei seit 2011 um 31 Prozent gestiegen, und die Bearbeitung von Anträgen habe sich beschleunigt.

Berichtszeitraum wurde einmalig verlängert

Der Pflegebericht ist eine Pflichtveröffentlichung. Laut SGB XI muss die Bundesregierung den gesetzgebenden Körperschaften alle vier Jahre über die Entwicklung der Pflegeversicherung berichten. Mit dem Präventionsgesetz vom Juli 2015 hat der Gesetzgeber indes eine einmalige Erweiterung des Berichtszeitraums beschlossen. Damit sollte es der Bundesregierung ermöglicht werden, im Bericht des Jahres 2016 die Effekte des 2013 inkraft getretenen Pflege-Neuausrichtungsgesetzes (PNG) und die Auswirkungen des Ersten Pflegestärkungsgesetzes (PSG I) abzubilden. Der siebte Pflegebericht der Bundesregierung erscheint wieder turnusgemäß im Jahr 2020.

6. Pflegebericht der Bundesregierung
Stand: 14.12.2016