2. Juni: Tag der Organspende

(02.06.18) Mehr als 10.000 Patienten in Deutschland stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Täglich sterben statistisch gesehen drei von ihnen, weil kein passendes Organ rechtzeitig verfügbar ist. Dabei zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dass 84 Prozent der Befragten einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber stehen. Einen Organspendeausweis, um eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende festzuhalten, haben 36 Prozent der Befragten. Eine entscheidende Rolle, um die Entscheidung festzuhalten, spielt auch die Patientenverfügung. So haben 9 Prozent der Befragten ihre Entscheidung zur Spendenbereitschaft in einer Patientenverfügung dokumentiert. Dabei stimmen 72 Prozent der Befragten, die eine Entscheidung getroffen haben, einer Organ- und Gewebespende nach dem Tod zu, 14 Prozent widersprechen ihr, 5 Prozent übertragen die Entscheidung auf eine andere Person.

Seit dem 1. November 2012 gilt die sogenannte Entscheidungslösung. Demnach werden alle Bürger in einem geregelten Verfahren über die Organspende informiert und regelmäßig zu einer persönlichen Erklärung aufgefordert, ob sie einer Organspende zustimmen, nicht zustimmen oder sich nicht erklären möchten. Zuvor war mit der sogenannten erweiterten Zustimmungslösung eine Organspende nach dem Tod nur möglich, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten zugestimmt hat oder die Angehörigen im Todesfall zugestimmt haben. So legte es das Transplantationsgesetz von 1997 fest.

AOK hilft bei der Entscheidung

Für die meisten Menschen ist es schwierig, sich für oder gegen eine Organspende am Ende des Lebens zu entscheiden. Deshalb hat die AOK eine Entscheidungshilfe entwickelt, die beim Abwägen der Argumente unterstützen kann.

Mit dem Tag der Organspende wollen Selbsthilfeverbände, Dialyse- und Transplantationszentren Angst und Vorurteile zum Thema abbauen und über Organspende aufklären. Der Tag der Organspende wurde 1983 von verschiedenen Patientenverbänden und Organisationen ins Leben gerufen und auf den ersten Samstag im Juni gelegt. Die AOK unterstützt den Tag der Organspende mit Mitteln aus der Selbsthilfeförderung.

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