Zulassung

Nur zugelassene Anbieter dürfen Heilmittel-Leistungen wie physikalische Therapie, Sprachtherapie, Ergotherapie oder podologische Therapie zur Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbringen. Um Leistungen für gesetzlich Versicherte anzubieten, müssen Heilmittelanbieter bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese sind im § 124 SGB V geregelt. Danach sind solche Anbieter zuzulassen, die

  • für die Leistungserbringung erforderliche Ausbildung und eine entsprechende zur Führung der Berufsbezeichnung berechtigende Erlaubnis besitzen
  • über eine Praxisausstattung verfügen, die eine zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung gewährleistet
  • für die Versorgung der Versicherten geltenden Vereinbarungen anerkennen.

Die Zulassung erteilen die Landesverbände der Krankenkassen. Sie kann widerrufen werden, wenn der Leistungserbringer nach Erteilung der Zulassung die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt.

Der GKV-Spitzenverband gibt bundesweite Zulassungsempfehlungen (§ 124 Abs. 4 SGB V) mit dem Ziel ab, eine einheitliche Anwendung der Zulassungsbedingungen sicherzustellen und eine qualitätsgesicherte, dem allgemeinen Stand der medizinische Erkenntnisse entsprechende Versorgung mit Heilmitteln zu gewährleisten. Die Empfehlungen enthalten die Zulassungsvoraussetzungen für folgende Heilberufe:

  • Massagepraxen/medizinischen Badebetrieben
  • Physiotherapeuten/Krankengymnasten
  • Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
  • Ergotherapie (Beschäftigungs- und Arbeitstherapie)
  • podologische Therapie.

Zu den Zulassungsvoraussetzungen zählen jeweils die Ausbildung sowie die Praxisausstattung.

Zulassungsempfehlungen
Stand: 07.03.16

Die nachfolgend genannten Hochschulen haben gegenüber dem GKV-Spitzenverband die Erfüllung der Anforderungen gemäß den Empfehlungen für die aufgeführten Störungsbilder/Indikationen nachgewiesen.

Anlage 3: Bewertete Studiengänge
Stand: 11.02.14

Die AOK Niedersachsen hat die Durchführung des Zulassungsverfahrens für Heilmittelerbringer zum 1. Januar 2013 an den Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Landesvertretung Niedersachsen, übertragen.

Bitte senden Sie zukünftig die Unterlagen und Anträge an die folgende Adresse:

Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek)
Landesvertretung Niedersachsen
An der Börse 1
30159 Hannover
Tel.: 0511 30397-0

Hinweise:
Eine Grundvoraussetzung für die Zulassung als Heilmittelerbringer ist die Anerkennung eines gültigen Rahmenvertrages über die Versorgung der Versicherten mit Heilmitteln.

Der vdek und die AOK Niedersachsen haben keine einheitlichen Verträge mit dem Berufsverbänden der Heilmittelerbringer. Es ist daher notwendig sowohl eine Anerkenntniserklärung für den vdek als auch für die AOK Niedersachsen zu unterschreiben und den Zulassungsunterlagen beizufügen.

Die Anerkenntniserklärungen für die gültigen Verträge der AOK Niedersachsen können Sie hier direkt herunterladen.

Anerkenntniserklärung Ergotherapie

Anerkenntniserklärung Physiotherapie
Bitte entscheiden Sie sich für einen Rahmenvertrag und kreuzen diesen entsprechend auf der Anerkenntniserklärung an. Sollten alle Verträge angekreuzt sein, ist die Anerkenntniserklärung ungültig.

Anerkenntniserklärung Podologie

Anerkenntniserklärung Niedersächsische Krankenhausgesellschaft

Anerkenntniserklärung Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie

Damit der vdek uns alle relevanten Zulassungsdaten übermitteln kann, wird die anliegende Einwilligungserklärung benötigt. Bitte fügen Sie diese Erklärung den Zulassungsunterlagen bei.

Einwilligungserklärung Datenweitergabe

Die Anerkenntniserklärungen für den vdek und alle allgemein gültigen Antragsunterlagen können Sie unter folgendem Link einsehen und herunterladen.

Zulassung als Heilmittelanbieter