Verträge/Vereinbarungen

Die Krankenkassen schließen mit den Berufsverbänden der Leistungserbringer Rahmenverträge ab. Geregelt werden Einzelheiten der Versorgung mit Heilmitteln wie Preise, Abrechnung und Fortbildungen.

Die Verhandlungen über Rahmenverträge zur Hebammenhilfe und zur Podologie erfolgen auf Bundesebene. Physio-, Ergo- sowie  Stimm-, Sprech und Sprachtherapie werden auf Länderebene vereinbart. Zu den entsprechenden Verträgen gelangen Sie über die Navigationsleisten auf den regionalen Seiten (Regionalauswahl).

Rahmenvorgaben für Heilmittel

Im Jahr 2018 werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Heilmittel um 3,9 Prozent steigen, das entspricht einer Summe von etwa 230 Millionen Euro. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im Rahmen der Verhandlungen zu den überregionalen Rahmenvorgaben für Heilmittel geeinigt.

Kostensteigernd wird sich nach Ansicht des GKV-SV und der KBV die zum 1. Januar 2018 vorgesehene Einführung der Ernährungstherapie als neues Heilmittel auswirken. Des Weiteren gehen die Vereinbarungspartner davon aus, dass die Modellvorhaben zur sogenannten Blankoverordnung zu Mehrausgaben führen werden. Aufgrund einer fehlenden gesetzlichen Regelung ist bislang unklar, ob und wie diese aus dem vertragsärztlichen Ausgabenvolumen herausgerechnet werden. Darüber hinaus werden wie bei Arzneimitteln auch insbesondere die Faktoren Zahl und Alter regional festgelegt. Allein bei den Heilmitteln wird außerdem die Preisentwicklung in den regionalen Verhandlungen bewertet.

Rahmenvorgaben Heilmittel 2018
Stand: 30.09.17

Hintergrund

Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) beschließen jedes Jahr bis zum 30. September "Rahmenvorgaben für die Gestaltung der regionalen prospektiven Arznei- und Heilmittel-Vereinbarungen" (§ 84 Abs. 7 und 8 SGB V). Anschließend (bis zum 30. November ) vereinbaren die entsprechenden Landesverbände auf dieser Basis, welches Ausgabenvolumen den Ärzten im folgenden Kalenderjahr zur Verfügung steht. Grundlage der Rahmenvorgaben ist die Bewertung bestimmter Faktoren, die die Ausgabenentwicklung beeinflussen. Ein Teil der Faktoren wird auf Bundesebene, ein weiterer auf Landesebene bewertet. 

Zu den Rahmenvorgaben Arzneimittel

Besondere Verordnungsbedarfe für Heilmittel

Die Diagnoseliste "Besondere Verordnungsbedarfe" löst zum 1. Januar 2017 die "Vereinbarung über Praxisbesonderheiten für die Verordnung von Heilmitteln" ab.

Mehr Informationen zum Thema "Besondere Verordnungsbedarfe"