09.11.17

DMP-Qualitätsbericht für das Jahr 2016 ist veröffentlicht

Ziel der Disease-Management-Programme (DMP) ist seit jeher die strukturierte, arzt- und sektorenübergreifende Versorgung von chronisch kranken Patienten mit einem gezielten Versorgungsmanagement. Im Sinne der Qualitätssicherung werden sogenannte Qualitätsziele definiert. Dass sich die Versorgung in Niedersachsen auf einem hohen Niveau befindet, wird durch den aktuellen Qualitätsbericht der Gemeinsamen Einrichtung erneut bestätigt.

Wie in den letzten Jahren liegen die Erreichungsquoten der Qualitätsziele in einem hohen Bereich und der positive Trend setzt sich weiter fort. So hat sich zum Beispiel im Rahmen des DMP Diabetes mellitus Typ 1 der Zielerreichungsgrad bei den 2015 neu definierten Qualitätszielen merklich verbessert. 2015 wurde bei 66 Prozent der Patienten regelmäßig die Nierenfunktion überprüft, 2016 stieg dieser Anteil auf 82 Prozent.

Die Ergebnisse des Qualitätsberichts stellen jedoch auch eine Chance zur zielgerichteten Verbesserung der DMP dar. So wurden bereits Handlungsfelder identifiziert, um die Versorgung weiter zu optimieren. Bei den Qualitätszielen, die verfehlt wurden, werden zum Beispiel Beratungen durch die beratenden Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) durchgeführt oder ergänzende Informationsmaterialien auf den Internetseiten der KV und der Krankenkassen zur Verfügung gestellt.

Insgesamt nehmen in Niedersachsen rund 750.000 Versicherte, 18.000 Ärzte und 130 Krankenhäuser an den sechs verschiedenen Programmen teil.

Der Bericht ist unter den Diagnosen Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, KHK, Brustkrebs und Asthma/COPD über den Menüpunkt „Qualitätssicherung“ als pdf-Datei abrufbar und auch auf den Internetseiten der Kassenärztlichen Vereinigung eingestellt.

Hintergrund:

Die ärztliche Qualitätssicherung ist Aufgabe der Gemeinsamen Einrichtung DMP. Diese wird von den Verbänden der gesetzlichen Krankenversicherung, der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) und der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) gebildet. Die Vertragspartner erstellen halbjährlich einen sogenannten Feedbackbericht, der praxisindividuell die Erreichungsquoten vertraglich vereinbarter Qualitätsziele im Verhältnis zur Gesamtheit der Ärzte verdeutlicht. So ist jeder Arzt immer auf dem aktuellsten Stand. Darauf basierend erscheint jährlich ein indikationsspezifischer Qualitätsbericht, der die Erreichung der vereinbarten Ziele auf kassenübergreifender Ebene und somit die Versorgungssituation im großflächigen Umfang darstellt.