Förderung von nichtärztlichen Praxisassistenten ausgeweitet

(09.01.17) Für Hausärzte ist es seit dem 1. Januar 2017 einfacher, nichtärztliche Praxisassistenten (NäPa) zu beschäftigen. Noch kurz vor dem Jahreswechsel einigten sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband darauf, die Fördervoraussetzungen zu erleichtern. Außerdem wurde die finanzielle Förderung erhöht.

Höhere Vergütung von Hausbesuchen

So erhalten Hausärzte, die nichtärztliche Praxisassistenten einsetzen, seit Beginn des Jahres einen höheren Strukturzuschlag. Dieser beträgt je Praxis maximal 23.800 Punkte im Quartal statt bisher 12.851 Punkte. Der Strukturzuschlag dient vor allem der Finanzierung von höheren Personalkosten, zusätzlicher Praxisausstattung sowie von Ausgaben für die Weiterbildung der nichtärztlichen Praxisassistenten. Darüber hinaus werden Hausbesuche der Praxisassistenten jetzt höher vergütet – mit 19,59 Euro (186 Punkte) statt bisher 17,32 Euro (166 Punkte).

Mindestfallzahlen gesenkt

KBV und GKV-Spitzenverband vereinbarten auch, die durchschnittliche Mindestzahl von Behandlungsfällen zu senken, die Praxen für die Förderung erfüllen müssen. Demnach kann ein Hausarzt einen Praxisassistenten genehmigt bekommen, wenn er durchschnittlich 700 Behandlungsfälle pro Quartal oder 120 Fälle je Quartal bei über 75-jährigen Patienten nachweist. Vorher betrug die Mindestzahl 860 beziehungsweise 160 Fälle.

Übergangsregelung verlängert

Weiterhin gilt dagegen, dass Praxisassistenten bereits ihre Tätigkeit aufnehmen können, sobald sie mit ihrer Fortbildung begonnen haben. Diese Regelung sollte ursprünglich zum Jahresende auslaufen, wurde aber bis Ende 2018 verlängert.