Versorgungsqualität

Im deutschen Gesundheitswesen erlangt die Qualitätssicherung der Leistungserbringer in den letzten Jahren einen zunehmend höheren Stellenwert. Qualitätsreserven finden sich auf struktureller, prozessualer und ergebnisorientierter Ebene. Diese gilt es sinnvoll zu nutzen, um eine qualitativ hochwertige und zeitgleich wirtschaftliche Versorgung der Versicherten zu gewährleisten.

Gesetzlich sind Krankenhäuser verpflichtet, an einrichtungs- sowie sektorenübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung (externe Qualitätssicherung) teilzunehmen und das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement weiterzuentwickeln. Als Grundlage für eine interne Weiterentwicklung können Krankenhäuser Ergebnisse aus den gesetzlich verpflichtenden Qualitätssicherungsverfahren, einer Patientenbefragung oder auch Zertifizierungsverfahren verwenden.

Seit Ende 2009 setzt das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA-Institut) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) eine bundesweite sektorenübergreifende Qualitätssicherung im Gesundheitswesen gemäß Paragraf 137a SGB V um.

Um die Qualität der Versorgung noch umfassender zu sichern, ist die AOK darin bestrebt, ergänzende Qualitätsinstrumente anzuwenden, zu entwickeln und transparent darzulegen. Dazu zählen die Initiierung des AOK-Krankenhausnavigators, die Entwicklung des Verfahrens Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR), Patientenbefragungen mittels des „Patients´ Experience Questionnaire“ (PEQ) und die Beteiligung am Endoprothesenregister Deutschland.