Externe stationäre Qualitätssicherung 2012

Der GBA hat in seinem Beschluss zu den Richtlinien über Maßnahmen der Qualitätssicherung für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser (QSKH-RL) entschieden, das die dokumentationspflichtigen Leistungsbereiche aus dem Jahr 2011 auch für Jahr 2012 gelten.

Der GBA hat im Leistungsbereich Karotisrekonstruktion eine Änderung vorgenommen. Danach müssen neben den offen-chirurgischen Eingriffen erstmals auch die kathetergestützten interventionellen Eingriffe (durch Ballondilatation und Stentimplantation) verpflichtend dokumentiert werden. Wegen dieser Erweiterung wurde der Leistungsbereich umbenannt. Er heißt jetzt Karotisrevaskularisation.

Ausführliche Informationen zur Datenerfassung für das Verfahrensjahr 2012 sowie zum Beispiel Dokumentationsbögen und Ausfüllhinweise zu den einzelnen Leistungsbereichen, die Spezifikationen und QS-Filtern sind auf der Homepage der Institution nach § 137a SGB V veröffentlicht.

Leistungsbereich 2012

Vereinbarung zur Qualitätssicherung

AQUA-Institut veröffentlicht Qualitätsreport 2010

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses hat das AQUA-Institut den Qualitätsreport für das Datenjahr 2010 veröffentlicht. Dem Report zufolge weisen 65 der erhobenen Indikatoren im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahres eine Verbesserung auf, so zum Beispiel im Leistungsbereich Erstimplantation von Hüft-Endoprothesen. Bei 236 Indikatoren konnte das AQUA-Institut keine Veränderungen feststellen. Lediglich 8 Indikatoren wiesen auf eine Verschlechterung hin.

Im aktuellen Report hat das AQUA-Insitut die bundesweiten Qualitätsdaten von fast 1.800 Krankenhäusern ausgewertet und in etwa 30 Leistungsbereichen annähernd 400 Qualitätsindikatoren berechnet. Davon stammen 72 Indikatoren aus den neuen Leistungsbereichen Neonatologie und Defibrillatoren.

Der jährlich erscheinende Report gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Behandlungsqualität in den deutschen Krankenhäusern. Er dient in erster Linie dem internen Vergleich von Kliniken untereinander und soll so die Förderung und Verbesserung der Behandlungsqualität unterstützen.

Zum AQUA-Institut

Abschlussbericht zum Strukturierten Dialog 2010

Zum ersten Mal steht 2011 ein Abschlussbericht über die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Beim Strukturierten Dialog handelt es sich um ein Verfahren, mit dem in der externen Statiionären Qualitätssicherung auffällige Krankenhäuser im Dialog bei der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen und Qualität unterstützt werden.

In aktuellen Bericht gemäß § 15 Abs. 2 der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) sind die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs aus dem Jahr 2010 aufgeführt, die auf den für die externe stationäre Qualitätssicherung dokumentierten Daten. Auf Basis der Daten des Erfassungsjahres 2009 wurden insgesamt 19.202 rechnerische Auffälligkeiten ermittelt. Zu diesen Auffälligkeiten wurden 7.319 Hinweise an Krankenhäuser versendet und 9.332 Stellungnahmen von Krankenhäusern angefordert. In 176 Fällen hatten die Auffälligkeiten weitere Maßnahmen zur Folge, in 2.375 Fällen konnte auf Maßnahmen verzichtet werden. Zusätzlich fanden 247 Besprechungen mit Krankenhäusern und 13 Vor-Ort-Begehungen statt.

Bericht zum Strukturierten Dialog 2010
Erfassungsjahr 2009, Stand: 29.06.11