GBA etabliert Qualitätssicherung bei Zahnärzten

Foto: Zahnuntersuchung

(18.01.18) Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) werden künftig bei den Zahnärzten die Qualität der Versorgung prüfen. Eine entsprechende Richtlinie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) Ende 2017 beschlossen. Damit werden die im vertragsärztlichen Bereich bereits etablierten Qualitätsprüfungen auf die zahnärztliche Versorgung ausgedehnt. Wie bei den Vertragsärzten sind jährliche, repräsentativ angelegte Stichproben bei einem bis vier Prozent aller Zahnärztinnen und Zahnärzte vorgesehen, die sich jeweils auf ein bestimmtes Thema beziehen. Die ersten zahnärztlichen Prüfungen richten sich auf Überkappungsmaßnahmen zur Vitalerhaltung des Zahnnervengewebes (Pulpa). Die entsprechende Richtlinie wird voraussichtlich Mitte 2018 beschlossen und anschließend durch die KZVen umgesetzt.

Patienten werden in die Prüfungen einbezogen

Für die Durchführung der Prüfungen werden die KZVen beratende Qualitätsgremien einsetzen, um die Dokumentation der fraglichen Behandlungen besser bewerten zu können. Derzeit verhandeln die Selbstverwaltungspartner über die Prüfkriterien, den Umfang der Stichproben und das Verfahren zur Pseudonymisierung der Daten. Denn in die Prüfungen werden auch Patienten einbezogen, die die jeweils zu prüfende Leistung erhalten haben. Bei Auffälligkeiten oder Mängeln sollen die KZVen qualitätsfördernde Maßnahmen anstoßen. Der GBA erhält künftig einen jährlichen Qualitätsbericht, der auf seinen Internetseiten veröffentlicht wird.

GBA-Beschluss zur Qualitätssicherung bei Zahnärzten