Vollstationäre Pflege

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die pflegerische Versorgung, die medizinische Behandlungspflege sowie für die soziale Betreuung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung.

Alle Bewohner der Pflegeeinrichtung zahlen zu dem Betrag, den die Pflegeversicherung in Höhe der jeweiligen Pflegegrade zur Verfügung stellt, noch einen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Die Höhe des Eigenanteils ist dabei unabhängig vom Pflegegrad in der Einrichtung immer gleich.   

> Zu den aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung

 

 

Regelungen für das Land Hessen

Mit dem Ziel, eine wirksame und wirtschaftliche pflegerische Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen, vereinbaren die Vertragspartner auf Landesebene Rahmenverträge für die vollstationäre Pflege. Der Rahmenvertrag zwischen den Hessischen Pflegekassen und Vereinigungen der Leistungserbringer regelt die Bedingungen für die Erbringung von vollstationären Pflegeleistungen im Rahmen der Pflegeversicherung.

Rahmenvertrag für das Land Hessen
Rahmenvertrag über die vollstationäre Versorgung gemäß § 75, Abs. 1 SGB XI (Stand: 01. Mai 2009)

PKZ-Berechnung
Die Bemessung des Pflege- und Betreuungspersonals erfolgt nach § 20 Rahmenvertrag über die vollstationäre Versorgung gemäß § 75 Abs. 1 SGB XI für das Land Hessen nach der Pflegekennziffer (PKZ)

 

Versorgung von Pflegebedürftigen mit besonderem Pflege- und Betreuungsbedarf

Zur Versorgung von Pflegebedürftigen mit einem besonderen Pflege- und Betreuungsbedarf können vollstationäre Pflegeeinrichtungen einen gesonderten Versorgungsvertrag mit den Landesverbänden der Pflegekassen abschließen. Die Anforderungen an die Leistungserbringung sind in den folgenden Rahmenkonzeptionen geregelt:

Rahmenkonzept Phase F
Rahmenkonzept zur vollstationären Versorgung von Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Schädigungen in Phase F und / oder Beatmungspflicht und Menschen mit organisch bedingten Persönlichkeitsstörungen in Phase F in Hessen

Rahmenkonzept SB
Rahmenkonzept zur vollstationären Versorgung von pflegebedürftigen Menschen mit psychischer Erkrankung und / oder seelischer Behinderung und / oder Abhängigkeitserkrankung in Verbindung mit Comorbidität

Anlage A zum Rahmenkonzept
Rahmenkonzeption für pflegebedürftige Menschen mit einer demenziellen Erkrankung und einem besonderen Pflege- und Betreuungsbedarf auf Grund von speziellen Verhaltensmerkmalen

Rahmenkonzept Druckexemplar
Rahmenkonzept für ältere, geistig behinderte Menschen in Verbindung mit schwerer oder schwerster Pflegebedürftigkeit

 

Weitere Dokumente

Vertrag über den nahtlosen Übergang von der Krankenhausbehandlung zur Pflege (§ 112 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 SGB V) vom 01.10.1998:

Nahtloser Übergang vom Krankenhaus zur Pflege 1998

 

Bundesrahmenempfehlung vollstationäre Pflege

Inhalt und Abgrenzung der notwendigen Leistungen von den Zusatzleistungen legen die Vertragspartner auf Landesebene in Rahmenverträgen fest. Eine Konkretisierung der Inhalte der Rahmenverträge zur vollstationären Pflege findet sich in den Bundesrahmenempfehlungen vollstationäre Pflege (Stand: 25. November 1996).

Bundesrahmenempfehlung vollstationäre Pflege
Gemeinsame Empfehlung gemäß § 75 Abs. 5 SGB XI zum Inhalt der Rahmenverträge nach § 75 Abs. 1 SGB XI zur vollstationären Pflege, Stand: 25.11.96

 

Beschäftigung zusätzlicher Betreuungskräfte

Unabhängig von den Pflegesätzen für die vollstationäre Vergütung, zahlt die Pflegekasse einen gesonderten Vergütungszuschlag für eine zusätzliche Betreuung und Aktivierung aller Bewohner, die sie unabhängig vom Pflegegrad enthalten (§ 43b SGB XI).

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung können stationäre Einrichtungen (Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag treffen (§ 85 Absatz 8 SGB XI). Diese zusätzlichen Leistungen können alle Heimbewohner und Pflegegäste in Anspruch nehmen. Aufgaben und Qualifikationen zusätzlicher Betreuungskräfte regelt die Richtlinie zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes). Danach sollen die zusätzlichen Helfer in Kooperation und Absprache mit den Pflegekräften die Betreuungs- und Lebensqualität von Heimbewohnern verbessern, indem sie ihnen mehr Zuwendung entgegenbringen, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Wie das Bundesministerium für Gesundheit mitgeteilt hat, ist die Zahl der Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Jahr 2013 arbeiteten noch 28.000 zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeheimen. 2015 betrug die Anzahl bereits rund 49.000 und im Jahr 2017 ist die Zahl auf 60 .000 zusätzliche Betreuungskräfte angewachsen.

Betreuungskräfte-Richtlinien
Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifiktation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen vom 19.08.08 in der Fassung vom 23.11.16