Pflegebedürftigkeit: MDS hat 1,6 Millionen Versicherte nach dem neuen Verfahren eingestuft

Foto: Pflegerin am Krankenbett

(23.01.18) Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) hat im ersten Jahr nach der Einführung des neuen Begriffs der Pflegebedürftigkeit 1.605.297 Anträge geprüft. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 304.000 Versicherte neu anerkannt. Darin komme zum Ausdruck, dass „mehr Menschen nun früher und insgesamt einen besseren Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung“ haben, sagt Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS.

Von den gut 1,6 Millionen begutachteten Personen bekamen 471.454 oder 29,4 Prozent den Pflegegrad 2 zuerkannt. Die zweitgrößte Gruppe mit 355.660 Versicherten (22,2 Prozent) entfiel auf den Pflegegrad 3, gefolgt von Pflegegrad 1 mit 276.427 Personen (17,2 Prozent) und 204.325 in Pflegegrad 4 (12,7 Prozent). 90.947 Versicherten wurde der Pflegegrad 5 zugesprochen, das waren 5,7 Prozent der Antragsteller. Als nicht pflegebedürftig stufte der MDS 206.484 oder 12,9 Prozent der Versicherten ein. Unter den Versicherten, die erstmals Leitungen erhielten, dominierten die Pflegegrade 1 (29 Prozent) und 2 (44 Prozent).

Auch das alte Begutachtungsverfahren kam im Jahresverlauf noch zur Anwendung: 268.00 Versicherte, die ihren Antrag noch vor dem 1. Januar 2017 gestellt hatten, wurden nach Feststellung einer Pflegestufe in einen Pflegegrad übergeleitet.

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