Pflegerat beschließt Bundespflegekammer

(23.08.17) Die Pflege in Deutschland erhält eine gemeinsame Selbstverwaltung auf Bundesebene. Das haben der Deutsche Pflegerat (DPR) und die Pflegekammer Rheinland-Pfalz beschlossen. Eine Gründungskonferenz soll in den kommenden Monaten die organisatorischen Voraussetzungen für eine arbeitsfähige Bundespflegekammer schaffen. Das geht aus einer Pressemitteilung des DPR hervor.

Aufgabe der Bundespflegekammer soll es sein, eine gemeinsame Interessenvertretung aller professionellen Pflegekräfte zu schaffen und damit Ansprechpartner der Politik und des Gesetzgebers zu werden. "Mit dem nun gefassten Beschluss haben wir einen berufspolitischen Meilenstein für die Selbstverwaltung der Pflege geschafft", sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR.

Träger der Bundespflegekammer sollen die Landespflegekammern sein, in denen alle Pflegekräfte eines Bundeslandes persönlich Mitglied sind. Derzeit gibt es lediglich in Rheinland-Pfalz eine Pflegekammer. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen werden die Gründungen von Pflegekammern vorbereitet. In Baden-Württemberg und Brandenburg stehen Befragungen der Pflegenden zu Kammergründungen bevor. Nur demokratisch legitimierte Institutionen hätten Platz in der künftigen Bundespflegekammer, sagte Westerfellhaus. Damit wandte sich der DPR-Präsident gegen die von der bayrischen Landesregierung beschlossene freiwillige Pflegevereinigung.

Weiterführende Informationen

Pressemitteilung des Deutsche Pflegerats (DPR) vom 16.08.2017

bundespflegekammer.de