Investitionskosten: Länder zahlen weiterhin zu wenig

(11.07.18) Die deutschen Bundesländer haben im Jahr 2017 zusammen nur rund 2,8 Milliarden Euro als Investitionsförderung in ihre Kliniken gezahlt. Der Bedarf an Investitionsmitteln liegt jedoch bei mindestens sechs Milliarden Euro. Das geht aus der aktuellen Bestandsaufnahme zur Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor. Damit besteht die seit Jahren diagnostizierte Investitionslücke in der Krankenhausfinanzierung weiterhin fort. Im Durchschnitt liegt die Investitionsquote insgesamt bei 3,2 Prozent. Die regionalen Unterschiede sind erheblich: An der Spitze lag im Jahr 2016 Baden-Württemberg mit 210,21 Euro je Fall und 9.607,02 Euro pro Bett. Das Schlusslicht bildete Sachsen-Anhalt mit 71,35 Euro pro Fall und 3.184,99 Euro pro Bett.

Die Bestandsaufnahme zeigt die Entwicklung der Förderung nach Paragraf 9 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KGH) seit 1991. Das Gesamtvolumen auf Bundesebene liegt demnach unterhalb des durchschnittlichen Investitionsniveaus der vergangenen 16 Jahre. Den Bericht erstellt die DKG jedes Jahr in Zusammenarbeit mit den Landeskrankenhausgesellschaften. 

Reform der Krankenhausfinanzierung gefordert

Auch das Bundesfinanzministerium forderte zuletzt eine Reform der Krankenhausfinanzierung, weil die Länder ihren Aufgaben nicht nachkommen. Die duale Krankenhausfinanzierung in Deutschland sieht vor, dass die Betriebs- und Personalkosten der Kliniken durch die Krankenversicherung getragen wird – die Investitionskosten aber durch die für die Krankenhausplanung zuständigen Bundesländer. 

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