Landesbasisfallwerte

Die Erlöse der somatischen Krankenhäuser aus den Fallpauschalen steigen 2017 auf 70,7 Milliarden Euro. Das sind fast drei Milliarden Euro oder 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Am stärksten steigen die Erlöse in Bayern (plus 5,3 Prozent) und Berlin (plus 5,2 Prozent), am geringsten in Sachsen (plus 2,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 2,2 Prozent).

Erlöse nach Bundesländern

Damit steigen die Preise für Krankenhausleistungen (Landesbasisfallwerte bzw. LBFW) im Bundesdurchschnitt um rund 2,1 Prozent. Lediglich in Sachsen und Thüringen liegt der landesweite Preis mit 3.341,67 Euro an der unteren Korridorgrenze des diesjährigen Bundesbasisfallwerts. Nur knapp darüber liegen die Werte in Niedersachsen (3.343,25 Euro), Sachsen-Anhalt (3.344,75 Euro), Schleswig-Holstein (3.346,50 Euro) und Brandenburg (3.347,67 Euro). Auch in den übrigen Bundesländern wurden Preise unterhalb des Bundesbasisfallwertes vereinbart, lediglich in Bremen (3.378,67 Euro) und im Saarland (3.388,00 Euro) liegen die Werte leicht darüber. In Rheinland-Pfalz hielt sich auch der diesjährige LBFW mit 3.530,50 Euro oberhalb des Korridors.

Die mit den Krankenkassen vereinbarte Leistungsmenge nimmt mit 2,0 Prozent wieder stärker zu. 2016 lag das Plus noch bei 1,8 und 2015 bei 1,2 Prozent.

Landesbasisfallwerte 2017
Stand: 22.08.17

Hintergrund

Seit 2010 gelten in einem Bundesland einheitliche Preise für stationäre Leistungen, die sogenannten Landesbasisfallwerte (LBFW). Die Höhe des LBFW verhandeln die Landesverbände der Krankenkassen und die Landeskrankenhausgesellschaften jedes Jahr auf Grundlage des jeweiligen Bundesbasisfallwertes.
 

  • Landesbasisfallwerte der Vorjahre

    Die Landesbasisfallwerte 2006 bis 2016 sind im Archiv zu finden.
  • Was sind Landesbasisfallwerte?

    Seit 2010 gelten in einem Bundesland einheitliche Preise für stationäre Leistungen, die sogenannten Landesbasisfallwerte (LBFW). Die Höhe des LBFW verhandeln die Landesverbände der Krankenkassen und die Landeskrankenhausgesellschaften jedes Jahr auf Grundlage des jeweiligen Bundesbasisfallwertes.

    Die bundesweit unterschiedlichen Landesbasisfallwerte werden schrittweise an einen einheitlichen Basisfallwertkorridor angeglichen, dessen Grenzen derzeit bei +2,5 Prozent und -1,02 Prozent um einen einheitlichen Bundesbasisfallwert (BBFW) liegen. Dabei wird in den Landesbasisfallwert-Verhandlungen ein Angleichungsbetrag bestimmt, um den der verhandelte Wert zu erhöhen oder zu vermindern ist. Grundlage für die Verhandlungen ist der Paragraf 10 des Krankenhausentgeltgesetzes, KHEntgG.