Für Herzinsuffizienz bald eigenständiges DMP

(28.11.16) Künftig soll es ein eigenständiges Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz geben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) mitgeteilt. Dafür werde das derzeit noch bestehende Modul Herzinsuffizienz aus dem DMP koronare Herzerkrankung (KHK) herausgenommen. Laut GBA können in einem eigenständigen strukturierten Behandlungsprogramm mehr Patienten versorgt werden, als es im DMP KHK möglich ist. Die Beschlussfassung zum neuen DMP Herzinsuffizienz ist für den August 2017 geplant.

Herzinsuffizienz oder Herzschwäche gilt als eine Volkskrankheit. Statistiken zufolge leiden in Deutschland etwa zwei bis drei Millionen Menschen daran. Bei Betroffenen schafft es das Herz nicht mehr, die vom Körper benötigte Blutmenge zu pumpen. Dadurch wird der Organismus nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt.

DMP Diabetes mellitus Typ 1 und KHK werden aktualisiert

Darüber hinaus will der GBA die strukturierten Behandlungsprogramme für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und KHK überprüfen und aktualisieren. Die dafür notwendigen  Leitlinienrecherchen wird das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen übernehmen.

Ende des Jahres 2015 waren etwa 6,6 Millionen Versicherte in einem oder mehreren DMP eingeschrieben. Bundesweit sind derzeit 9.966 Programme zugelassen.

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