Ersatz- oder Verhinderungspflege

Kann die Pflegeperson wegen Urlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen nicht pflegen, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine professionelle Ersatz- oder Verhinderungspflege für maximal vier Wochen und bis zu 1.612 Euro im Jahr (§ 39 SGB X!).

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate gepflegt hat. Springt ein naher Angehöriger oder eine in der häuslichen Gemeinschaft lebende Person ein, so wird  grundsätzlich das 1,5-fache des festgelegten Pflegegeldes gezahlt.

Die Leistungen der Ersatzpflege können mithilfe der noch nicht in Anspruch genommenen Kurzzeitpflege erhöht werden. Das bedeutet, sie können um bis zu 806 Euro auf insgesamt bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr steigen. Die Höchstdauer von sechs Wochen bleibt. Diese Flexibilisierung gilt auch, wenn ein naher Angehöriger oder ein Mitglied des Haushalts die Ersatzpflege übernimmt.

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