Arzneimittelrabattverträge

Zusätzlich zu den bundesweit geltenden Arzneimittel-Rabattverträgen haben einige AOKs regionale Verträge mit Herstellern abgeschlossen. Bitte wählen Sie deshalb die gewünschte Region aus. Sie erhalten in der jeweiligen Datenbank alle Angaben, die für die jeweilige AOK gelten.

Bitte beachten Sie: Zur Datenbank mit den aktuell gültigen Rabattverträgen gelangen Sie nur über die Regionalauswahl.
 

 

Open-House-Verfahren der AOK Bremen/Bremerhaven

Die AOK Bremen/Bremerhaven bietet entsprechend § 130a Abs. 8 SGB V jedem geeigneten, zuverlässigen und leistungsfähigen Unternehmen ab sofort den Abschluss von nicht exklusiven Verträgen zu ausgewählten Arzneimittelwirkstoffen an: 

 Zu den Open-House-Verträgen

 

 

19. Tranche der AOK-Arzneimittelrabattverträge

Die 19. Tranche der bundesweiten Arzneimittelrabattverträge ist am 1. April 2018 gestartet. Sie laufen bis zum 31. März 2020 und lösen die AOK-Tranchen 15 und 16 ab. Die neue Tranche beinhaltet 118 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen (121 Fachlose) mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von rund 1,98 Milliarden Euro (Apothekenverkaufspreis). Insgesamt 49 pharmazeutische Unternehmen oder Bietergemeinschaften haben die Zuschläge erhalten.

Die 19. Tranche beinhaltet zehn Generika, die erstmals ausgeschrieben wurden. Darunter befinden sich mehrere Präparate gegen Bluthochdruck und zur Behandlung von HIV-Infektionen, zur Vorbeugung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie und zur medikamentösen Therapie bei Depressionen.

Rabattvertragspartner je Fach- und Gebietslos AOK XIX - Vertragslaufzeit 01.04.18 bis 31.03.20
Stand: Mai 2018

Weiterhin gültige Verträge

Bereits zum 1. Juni 2017 sind die Verträge der 18. Tranche in Kraft getreten. Die Kontrakte laufen bis zum 31. März 2019 und ersetzen die Verträge der 14. Tranche. Vertragspartner sind 39 Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften, die die AOK-Gemeinschaft mit 108 Wirkstoffen und Wirkstoffkombinationen beliefern. In dieser Tranche sind besonders umsatzstarke Wirkstoffe wie zum Beispiel der Magensäurehemmer Omeprazol, der Cholesterinsenker Simvastatin und das Schmerzmittel Ibuprofen enthalten. Erstmals hat die AOK auch Arzneimittelrabattverträge für das Antibiotikum Linezolid, den Wirkstoff Paricalcitol zur Osteoporose-Behandlung und für das Epilepsiemedikament Zonisamid abgeschlossen. Das Umsatzvolumen der 18. Tranche liegt (bezogen auf den Apothekenverkaufspreis) bei rund 1,8 Milliarden Euro pro Jahr.

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.04.18 bis 31.03.20
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XVII bis XIX

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.06.17 bis 31.05.19
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XV bis XVIII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.10.16 bis 30.09.18
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XIV bis XVII

  • Archiv: Informationen zu den nicht mehr gültigen Vertragstranchen

    Übersichten über die nicht mehr gültigen Vertragstranchen sowie alle bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge seit 2007:

    zur Archivseite
  • Häufig gestellte Fragen zu den Rabattverträgen (FAQ)

    Warum gibt es Arzneimittelrabattverträge? Für welche Medikamente gibt es Rabattverträge? Muss der Arzt ein Rabattarzneimittel verordnen? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Interessierte jetzt in der PDF-Übersicht "Erfolgsmodell AOK-Arzneimittelrabattverträge", die hier zum Herunterladen bereitsteht:

    FAQ zu den Rabattverträgen
    PDF, Stand: Mai 2018
  • Ausschreibungsverfahren der AOK

    Die AOK schreibt die Arzneimittelrabattverträge regional aus. Die Zahl der Ausschreibungsregionen wurde nach und nach erhöht. Aktuell gibt es acht Gebietslose. Je Wirkstoff und Gebietslos erhält ein Hersteller exklusiv den Zuschlag.

    Das AOK-Ausschreibunsgverfahren hat sich als besonders mittelstandsfreundlich erwiesen. Kleine und mittlere Unternehmen haben gute Chancen auf einen regionalen Zuschlag und erhalten Planungssicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit.

    Die AOK-Gemeinschaft ist Vorreiter bei der europaweiten Ausschreibung der Rabattverträge für Generika. Sie hat ihr Verfahren vor den Vergabekammern und Sozialgerichten erfolgreich gegen teils erheblichen Widerstand einzelner Pharmaunternehmen durchgesetzt.

    Zuletzt hat der zuständige Senat des Oberlandesgerichtes Düsseldorf das AOK-Ausschreibungsverfahren bestätigt. Die Entscheidung des obersten zuständigen Zivilgerichtes Anfang Mai 2011 war besonders wichtig, weil nach einer Gesetzesänderung seit Januar 2011 nicht mehr die Sozialgerichte, sondern die Zivilgerichte für einzelne Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaherstellern und anderen Leistungserbringern zuständig sind.

    Übersicht der Ausschreibungsregionen
  • Patienteninformation zu den Arzneimittelrabattverträgen

    Die Rabattverträge ermöglichen Einsparungen ohne Verlust an Qualität in der Arzneimittelversorgung. Insbesondere für chronisch Kranke sorgen die AOK-Rabattverträge für mehr Kontinuität in der Medikamentenversorgung. Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK belegt, dass 80 Prozent der AOK-Versicherten dauerhaft ein Medikament erhalten - zehn Prozent mehr als vor Einführung der Rabattverträge. Dadurch nimmt die Therapietreue zu.

    Mehr dazu steht in den Patienteninformationen zum Thema, die außerdem auf Englisch, Russisch, Türkisch, Vietnamesisch und Arabisch veröffentlicht ist:

    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Stand: 2016)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Arabisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Englisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Russisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Spanisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Türkisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Vietnamesisch)
  • Hintergrund zu den Rabattverträgen und zur Mehrkostenregelung

    Seit April 2007 müssen Apotheken bei der Auswahl eines Medikamentes (Generika-Substitution) die Arzneimittelrabattverträge einer Krankenkasse beachten. Verschreibt der Arzt einen Wirkstoff und überlässt die Auswahl des Mittels der Apotheke (Aut-idem-Regelung), gibt der Apotheker vorrangig ein Mittel ab, für das die Krankenkasse des Patienten eine Rabattregelung mit dem Hersteller vereinbart hat (§ 129, Abs. 1 in Verbindung mit § 130 a, Abs. 8 SGB V).

    Seit Januar 2011 besteht für Versicherte die Möglichkeit, dass sie statt des vom Apotheker eigentlich abzugebenden Arzneimittels ein anderes geeignetes Medikament bekommen. Diese Alternative ist mit zusätzlichen Kosten für den Versicherten verbunden. Einen medizinischen Zusatznutzen gibt es allerdings nicht. Die AOK rät deshalb von dieser überflüssigen Alternative ab.

    Weitere Informationen zur Mehrkostenregelung (PDF)