Neuer Service des RKI: Kliniken können ihren Verbrauch von Antibiotika abgleichen

(27.11.17) Das Robert Koch-Institut (RKI) hat ein Serviceangebot zur Eindämmung des Verbrauchs von Antibiotika entwickelt: Mit der Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance können Kliniken und andere Gesundheitseinrichtungen ihren Verbrauch entsprechender Medikamente mit Referenzdaten abgleichen. Die Daten sind über eine interaktive Datenbank abrufbar. Das Angebot wurde vom RKI in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) entwickelt. Es soll dazu beitragen, „kritische Bereiche im Krankenhaus zu identifizieren, die Wirksamkeit von Maßnahmen zu überwachen und eine gezieltere Verordnungspraxis zu erreichen“, sagt Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.

Daten aus 190 Häusern hinterlegt

Bisher haben sich mehr als 300 Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken angemeldet, 190 Einrichtungen liefern ihre Daten. Neben der Verbrauchs-Surveillance führt das RKI auch eine Antibiotika-Resistenz-Surveillance durch, mit der Kliniken und niedergelassene Ärzte die Resistenzentwicklung vor Ort verfolgen und ihre Verordnung anpassen können. Nach einer Pilotphase läuft die AVS seit 2015 im Routinebetrieb. Der Ausbau der Antibiotika-Resistenz- und Antibiotika-Verbrauchs-Überwachung (Surveillance) ist Teil der Deutschen Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie DART 2020.

Weitere Informationen:

Bundesgesundheitsministerium
Robert Koch-Institut