Approbationsordnung für Ärzte

Am 24. Juli 2012 ist die Erste Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte (1. ÄApprOÄndV) in Kraft getreten. Danach können Medizinstudenten seit 1. April 2013 das Praktische Jahr (PJ) nicht nur an der Klinik der Heimatuniversität oder einem ihrer Lehrkrankenhäuser absolvieren, sondern auch an anderen geeigneten Krankenhäusern, sofern genügend Plätze vorhanden sind.

Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung können die Studierenden das PJ jetzt auch in Teilzeit ableisten. Außerdem wurde die Zahl der im PJ erlaubten Fehltage von 20 auf 30 erhöht, die etwa im Fall einer Schwangerschaft, der Betreuung minderjähriger Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger anfallen können.

Die neue Approbationsordnung verpflichtet die Universitäten dazu, seit Oktober 2015 für zehn Prozent der Medizinstudierenden einen PJ-Platz in der Allgemeinmedizin bereitzustellen, ab Oktober 2019 dann sogar für 20 Prozent.

Die Abschlussprüfung, von Medizinern oft Hammerexamen genannt, wurde zweigeteilt. Der schriftliche Teil findet seit 2014 vor dem PJ statt, sodass sich die angehenden Ärzte während des PJs ganz auf die klinisch-praktische Tätigkeit konzentrieren können.

Schließlich wurde die Schmerzmedizin als eigener Bereich in die Approbationsordnung für Ärzte aufgenommen.

Die Erste Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte im Bundesgesetzblatt