Mehr Geld für freiberufliche Hebammen

(19.09.17) Rückwirkend zum 15. Juli 2017 steigen die Honorare der freiberuflichen Hebammen um 17 Prozent. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) und die drei Hebammenverbände vor der Bundesschiedsstelle verständigt.

Außerdem soll die klinische Geburtenbetreuung durch freiberufliche Beleghebammen eine persönlichere Betreuung ermöglichen. Der GKV-SV ist zudem bereit, das Angebot der Hebammenverbände anzunehmen, gemeinsam entsprechende Konzepte zur Weiterentwicklung der klinischen Geburtsbetreuung durch Beleghebammen zu erarbeiten, heißt es in der Pressemitteilung des GKV-SV.

Zusätzlich zur Honorarerhöhung sind für die freiberuflichen Hebammen auch neue Leistungen hinzukommen. So können sie beispielsweise ein drittes Vorgespräch in der Schwangerschaft und die Einzelunterweisung zur Geburtsvorbereitung (bisher nur Finanzierung von Gruppenkursen) mit den Kassen abrechnen.

Mit den neuen Leistungen könnten selbständige Hebammen Einnahmen über die 17-prozentige Honorarerhöhung hinaus erzielen, so der GKV-SV. Die Kassen kalkulieren mit Mehrausgaben in Höhe von bis zu fünf Prozent. Grundsätzlich sind die Ausgaben der gesetzlichen Kassen für Hebammenleistungen in den Jahren 2007 bis 2016 um insgesamt rund 77 Prozent gestiegen.

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