Seltene Lebererkrankungen werden Teil der ASV

(30.05.18) Patienten mit seltenen Lebererkrankungen können in Zukunft die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) nutzen. Konkret betrifft dies Patienten mit diesen Erkrankungen: primäre biliäre Cholangitis (PBC), primäre sklerosierende Cholangitis (PSC) und Autoimmunhepatitis (AIH). Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat die Anforderungen an Personal, Ausstattung und Qualitätssicherung festgelegt sowie den genauen Leistungsumfang definiert. Mit Inkrafttreten des Beschlusses können ASV-Teams den zuständigen erweiterten Landesausschüssen ihre Teilnahme an der ASV anzeigen.

"Der GBA hat die ambulante spezialfachärztliche Versorgung von seltenen Leberkrankungen neu strukturiert", sagte Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des GBA und Vorsitzende des Unterausschusses ASV. Sie wies darauf hin, dass der GBA für die Stoffwechselerkrankung Morbus Wilson eine eigenständige ASV-Anlage geschaffen habe. Diese sei bereits im März 2018 beschlossen worden.

Vertragsärzte und Klinikärzte übernehmen gemeinsam Verantwortung

Die beiden Beschlüsse treten nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ist ein Behandlungsangebot für Patienten, die an einer schweren oder seltenen Erkrankung leiden. Dabei erfolgt die Therapie durch interdisziplinäre Ärzteteams in Praxen und Kliniken. Vertragsärzte und Krankenhausärzte übernehmen gemeinsam die ambulante hochspezialisierte Versorgung.

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