Richtlinie zur Vergabe der Arzt- und Betriebsstättennummer

Die Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) regelt die Vergabe von Arzt- und Betriebsstättennummern. Alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten müssen bei der Abrechnung von Leistungen die lebenslange Arztnummer (LANR) und die Betriebsstättennummer (BSNR) angeben.

Die LANR bezieht sich auf die Person des Arztes. Sie wird bundesweit an alle Vetragsärzte und -psychotherapeuten vergeben. Die LANR setzt sich aus insgesamt neun Ziffern zusammen:

  • einer sechsstelligen Ziffernfolge (Ziffern 1 - 6)
  • einer Prüfziffer (Ziffer 7)
  • einem zweistelligen Arztgruppenschlüssel, der den Versorgungsbereich sowie die Facharztgruppe differenziert nach Schwerpunkten angibt (Ziffern 8 - 9).

Die ersten sieben Ziffern gelten "lebenslang" für die gesamte vertragsärztliche Tätigkeit. Sie sind KV-übergreifend, unabhängig vom Status, der Zugehörigkeit zu Berufsausübungsgemeinschaften und dem Tätigkeitsort.

Die BSNR bezeichnet den zugelassenen Ort der Leistungserbringung. Jede Betriebsstätte, Nebenbetriebsstätte sowie jedes medizinische Versorgungszentrum erhalten eine eigene Nummer.
Auch die BSNR besteht aus neun Ziffern:

  • Die ersten beiden Ziffern stellen den KV-Landes- oder Bezirksstellenschlüssel dar.
  • Die Ziffern drei bis neun werden von der KV vergeben. Dabei sind die Ziffern drei bis sieben so zu wählen, dass anhand der ersten sieben Stellen die Betriebsstätte eindeutig zu identifizieren ist.

Richtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nach § 75 Absatz 7 SGB V zur Vergabe der Arzt- und Betriebsstättennummern
Stand:17.03.14, in Kraft seit 01.05.14