BfArM: Verdachtsfälle von Nebenwirkungen melden

BfArM auf Twitter: Verdachtsfälle von Nebenwirkungen melden (07.08.18)

(07.08.18) Mit einer Social-Media-Kampagne rufen Arzneimittelbehörden aus 27 Ländern dazu auf, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beteiligt sich an der Aktion.

Im Rahmen der Kampagne erläutert das BfArM auf seinem Twitter-Kanal, warum die Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, den sogenannten Nebenwirkungen, so wichtig ist. Zielgruppe sind in erster Linie Patienten. Der Fokus liegt auf Beschwerden, die nach der Einnahme rezeptfreier Arzneimittel auftreten. Betroffene sollten Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder allergische Reaktionen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern ihrem Arzt oder Apotheker mitteilen. Diese leiten den Verdacht auf die unerwünschte Wirkung eines Medikaments dann an das BfArM weiter. Alternativ können Patienten ihre Beobachtung auch direkt an das BfArm senden.

Unerwünschte Wirkungen müssen gemeldet werden

Pharmaunternehmen, Ärzte und Apotheker sind gesetzlich zur Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen verpflichtet. Die Behörden filtern aus der Fülle der berichteten Symptome diejenigen heraus, die möglicherweise ein erstes Signal für eine bisher unbekannte Nebenwirkung sind. Je früher, häufiger und detaillierter Meldungen zu Nebenwirkungen gestellt werden, desto früher können Risikosignale erkannt und bewertet werden.

Sollte ein Verdacht noch nicht durch den Arzt oder Apotheker gemeldet worden sein, oder Betroffene sind unsicher, ob eine solche Meldung erfolgt ist, besteht für sie die Möglichkeit, diese Meldung auch selbst vorzunehmen. Das BfArM bietet dazu auf seiner Internetseite ein speziell für Verbraucher konzipiertes Online-Formular.

Eine weitere Möglichkeit, Nebenwirkungen zu melden, ist das privat betriebene Portal nebenwirkungen.eu. Hier werden die Informationen pseudonymisiert an den Arzneimittelhersteller übermittelt.

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