APS legt Handlungsempfehlung für ambulante Gesundheitseinrichtungen vor

Handlungsempfehlung APS ambulant

(18.04.18) Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) hat jetzt eine Handlungsempfehlung für den Ausbau eines Berichts- und Lernsystems zu Fehlern und Beinaheschäden (CIRS) in der ambulanten Versorgung herausgegeben. Bislang gibt es dieses System nur für Kliniken und größere Gesundheitseinrichtungen. Die Empfehlung wird in bis zu 400 Praxen erprobt mit dem Ziel, die Patientensicherheit zu stärken. Interessierte Einrichtungen können sich noch bewerben. 

Die neue Handlungsempfehlung richtet sich an Führungskräfte und interessierte Mitarbeiter in ambulanten Einrichtungen wie Einzel- und Gemeinschaftspraxen. Das 40-seitige Dokument soll sie dabei unterstützen, ein internes Berichts- und Lernsystem einzuführen und zu betreiben. "Voraussetzungen für den Erfolg", "In den Arbeitsalltag integrieren" und "Mitarbeiter motivieren" sind neben rechtlichen Hintergründen und Begriffsklärungen wesentliche Abschnitte in der Handlungsempfehlung.

Aus Fehlern lernen

CIRS ist ein Berichtssystem, mit dem Ärzte und Pfleger Fehler und Beinaheschäden im Klinikalltag anonym melden können, ohne gleich persönlich am Pranger stehen zu müssen. "Solche Systeme sind bewährt und als integrativer Bestandteil des Qualitäts- und Risikomanagements in Einrichtungen des Gesundheitswesens anerkannt", heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung des APS.

Das APS wurde im April 2005 als gemeinsame Initiative von Vertretern der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände und der Patientenorganisationen gegründet. Ziel ist es, eine gemeinsame Plattform für die Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland aufzubauen. Auch das AOK-System unterstützt das Bündnis.

Das Projekt wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

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