Gesundheitsausgaben lagen 2015 bei 344,2 Milliarden Euro

(22.02.17) Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland stiegen auch 2015 und lagen bei 344,2 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 15,0 Milliarden Euro oder 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Somit entfielen auf jeden Einwohner in der Bundesrepublik gut 4.213 Euro (2014: 3.770 Euro). Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg leicht auf 11,3 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil 11,2 Prozent betragen.

Knapp 60 Prozent der Ausgaben zahlte die gesetzliche Krankenversicherung (200,0 Milliarden Euro, plus 4,3 Prozent). Privatpersonen übernahmen knapp 13,4 Prozent (46,1 Milliarden Euro, plus 3,1 Prozent). Die privaten Krankenkassen trugen knapp zehn Prozent der Kosten (30,5 Milliarden Euro, plus 5,0 Prozent).

Einen überdurchschnittlichen Ausgabenanstieg musste die soziale Pflegeversicherung verbuchen. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben lag bei 8,1 Prozent im Jahr 2015 (28,0 Milliarden Euro). Das ist ein Plus von 10,0 Prozent oder 2,5 Milliarden Euro. "Dies ist primär auf das erste Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das am 1. Januar 2015 in Kraft trat", berichtete Destatis.

Zur Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes