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G+G 05/18: Elternstress schadet Kindern

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Karella Easwaran

Viele Eltern sind unsicher und haben viel mehr Angst um ihre Kinder als frühere Generationen. Was wie ein gängiges Vorurteil daherkommt, ist für Dr. Karella Easwaran Realität. „Die meisten Kinder haben Schnupfen, Husten und oft auch Fieber, andere Hals- oder Ohrenschmerzen. Und alle gemeinsam haben sie sehr gestresste Eltern“, beschreibt die Kinder- und Jugendärztin mit eigener Praxis in Köln ihren beruflichen Alltag. Chronischer Schlafmangel und daraus resultierende Reizbarkeit verstärkten die Sorge.

Die Folgen für die Kinder seien fatal. Sorge und der Stress der Eltern um die Gesundheit ihrer Kleinen machten die jedenfalls eher kränker als gesünder.

Auch die Weltgesundheitsorganisation ist alarmiert und sieht dringenden Handlungsbedarf sowohl in der Versorgung von Frauen vor und nach der Geburt als auch in der Versorgung von Jugendlichen, die aufgrund von Dauerstress an einer Depression leiden. „Früher wohnten Familien zusammen, hatten Großeltern in der Nähe und Nachbarn, die man kannte. Familien haben als Puffer gegen Stress sehr gut geholfen. Heute sind Eltern eher allein auf sich gestellt, kennen die Nachbarn selten. Jeder versucht, irgendwie alleine klarzukommen“, schreibt Easwaran.

Aus ihrer Sicht ist die gesamte Gesellschaft gefordert. Hilfreich seien zudem Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention für Familien und Verbesserungen in der gesundheitlichen Versorgung rund um die Geburt.

G+G-Einwurf 05/18: Elternstress schadet Kindern
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G+G und G+G-Spezial

"Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) ist das AOK-Forum für Politik, Praxis und Wissenschaft. Die nachfolgenden Artikel, Berichte und Reportagen drehen sich alle um das Thema "Arzt und Praxis".
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GG Cover 03/17: Kurzer Draht GG Spezial 5/16 Schlupfloecher (Cover_k) G+G Spezial 11/2015 G+G 03/15: Modelle fürs Medizinstudium k GG_Spezial_04_13_KnHow_k GG_03_10_Bauer sucht Arzt_k GG-Spezial_1010_Landleben_k Prof. Klaus Cichutek

Zwischen vier Wochen bis zu einem halben Jahr warten Patienten auf einen Termin in einer psychiatrischen oder einer psychotherapeutischen Praxis. Daten der Krankenkassen deuten darauf hin, dass sich die Dauer einer psychischen Erkrankung damit zumindest um die Zeit, in der ein Patient nicht behandelt wird, verlängert. Der Gesetzgeber hat reagiert und dem Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) im Zuge des Versorgungsstärkungsgesetz 2015 den Auftrag, die Psychotherapie-Richtlinie zu überarbeiten. Die neue Richtlinie trat am 1. April 2017 in Kraft. In der Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) wird erklärt was sich ändert.

Mehr Informationen zur neuen Psychotherapie-Richtlinie

Neue Medikamente treiben trotz AMNOG die Preise in die Höhe, bis zur Sommerpause 2016 soll deshalb der Referentenentwurf für ein Gesetz vorliegen, das die Ergebnisse des Pharmadialogs der Bundesregierung umsetzt. Bundesminister Gröhe will eine "Preisbremse" installieren. Doch welche Regeln sorgen wirklich für eine Begrenzung von Arzneimittel-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung? Wieviel Transparenz brauchen die Verhandlungen? Was hilft Ärzten, Medikamente wirtschaftlich zu verordnen? Die Ausgabe der G&G Spezial widmet sich den "Schlupflöchern" im System der Steuerung von Arzneimittelausgaben.

Die Chancen und Risiken des digitalen Versorgungsmanagements stehen im Mittelpunkt dieser Spezialausgabe des Magazins "Gesundheit und Gesellschaft". "Die AOK unterstützt das Anliegen des E-Health-Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen - wie zum Beispiel die Einführung eines elektronischen Medikationsplans oder das Notfalldatenmanagement", schreibt Sabine Richard, Geschäftsführerin Versorgung im AOK-Bundesverband, in ihrem Vorwort zum Heft. Wichtig sei aber, dass bei allen neuen Entwicklungen der Nutzen für die Versicherten und Patienten im Vordergrund stehe.

G+G 03/15: Modelle fürs Medizinstudium

Mehr Theorie oder mehr Praxis? Politik und Verbände streiten über den besten Weg zur Approbation. Modellstudiengänge bringen beides unter einen Hut. Angehende Ärztinnen und Ärzte sollen so früher die Praxis kennenlernen und gleichzeitig wissenschaftliches Denken üben. Florian Staeck beschreibt in der Titelgeschichte für das AOK-Forum „Gesundheit und Gesellschaft“ Lehrpläne und skizziert Reformdebatten. Außerdem in der Märzausgabe: die ganz persönlichen Erfahrungen des Dr. Andreas Köhler, ehemaliger Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) , als Patient, wie Kassen und Ärzte sich vor Datenklau schützen können, wie das Bundesgesundheitsministerium die Pflege entbürokratisieren will und eine neue Strahlen-Therapie gegen Beinamputationen.

Leseproben G+G-Interview 03/15: "Wie Tarzan im Medizin-Dschungel"

Eine medizinische Versorgung nach bestem Wissen und auf dem aktuellen Stand der medizinischen und pflegerischen Wis­senschaft - das wünschen sich Patienten, Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte gleichermaßen. Nur, was ist das "beste Wissen"? Und wie lässt es sich praxis­tauglich umsetzen? Darum ging es bei dem Wettbewerb zum Berliner Gesundheitspreis 2013. Die Preisträger und Projekte der Ausschreibung werden in dieser Ausgabe der G+G-Spezial vorgestellt.

Suchen nach einem Arzt wie nach der Nadel im Heuhaufen – obwohl die Zahl der Mediziner insgesamt steigt, sind Ärzte in einigen Regionen Mangelware. Wie sich Medizin klüger verteilen ließe, beschreiben Dr. Klaus Jacobs und Sabine Schulze vom Wissenschaftlichen Institut der AOK in der Titelgeschichte der Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Die Leseprobe "Kinderklinik bricht Fehler-Tabu" steht zum Herunterladen bereit.

Für die ärztliche Versorgung auf dem Land fehlt es an Nachwuchs. Viele Jungmediziner lassen sich vor allem in den Ballungszentren nieder. Welche neuen Wege und Strukturen nötig sind, um künftig die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten zu sichern, darum geht es in der Ausgabe der G+G-Spezial

Vor etwas mehr als 100 Jahren starb der Arzt und Immunologe Paul Ehrlich. Ohne seine wissenschaftlichen Leistungen stünde die Welt auch gerade aktuell angesichts der starken Verbreitung des Zika-Virus in Südamerika und der Gefahr eines Übergriffs auf andere Kontinente vor einer wohl noch größeren Herausforderung. Ehrlich fand eine Methode zur Standardisierung der Wirksamkeit des Impfstoffs gegen Diphtherie und wurde zum Pionier der Arzneimittelprüfung. Professor Klaus Cichutek erinnert an den deutschen Nobelreisträger und würdigt Paul Ehrlichs Verdienste: "Er trug wesentlich dazu bei, die präklinische Untersuchung von Arzneimitteln und ihre Qualitätskontrolle zu etablieren und in gesetzlichen Prüfbestimmungen festzuschreiben." Cichutek ist Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, des Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel und somit quasi Nachfolger Paul Ehrlichs.